Eine Straße in die Zukunft

Leitenstraße wird ausgebaut: Hier soll auch die S-Bahn rollen

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Für das neue Gewerbegebiet und zur Vorbereitung auf die S-Bahn wird die Leitenstraße für 1,6 Millionen Euro ausgebaut.

Gelting– Das Gewerbegebiet wurde erweitert, das Geothermieprojekt läuft und die S-Bahn soll kommen: Die Leitenstraße in Gelting gewinnt an Bedeutung. Deswegen hat der Bauausschuss am Dienstag den Ausbau beschlossen. Volker Witte (Grüne) stimmte dagegen.

Die Planung für die erstmalige Herstellung, wie es im Amtsdeutsch heißt, läuft schon seit 2009. Damals wurde bereits die Trasse für den Ausbau freigelegt, als die Stadtwerke Kanal und Wasserleitungen gebaut haben und die Geothermie-Firma Enex Leitungsarbeiten vorgenommen hat. Nun beginnt die Verwaltung mit der Ausschreibung, damit Ostern 2018 mit dem Ausbau der Straße begonnen werden kann.

Nötige Grundstücke bereits erworben

„Bis 2016 konnten alle Grundstücke erworben werden, die für die Straßentrasse erforderlich sind“, erklärte Jan Klinger vom Bauamt in der Sitzung. Die bestehende Leitenstraße wird im Ringschluss erweitert, so dass das Gewerbegebiet von allen Seiten optimal angefahren werden kann. Die Fahrbahn soll dann zwischen 6,5 und sieben Meter breit sein. Auf einer Seite wird ein zwei Meter breiter Gehweg verlaufen. In Teilbereichen sind Längsparkbuchten vorgesehen, die zweieinhalb Meter Breite haben.

Das Bauamt rechnet mit Kosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro, die zu 90 Prozent auf die Anrainer umgelegt werden. Klinger betonte die Notwendigkeit eines zeitnahen Ausbaus und wies darauf hin, dass ein Bereich der Leitenstraße – dort befindet sich derzeit eine Pferdekoppel – Teil der Planung zur S-Bahn-Verlängerung ist. Außerdem „können wir die Infrastruktur des Gewerbegebiets weiter verbessern“, ergänzte Bürgermeister Michael Müller. Wie mehrfach berichtet, wurde das Gewerbegebiet erweitert und teilt sich jetzt in die Bereiche Gelting-West und Gelting-Ost. „Die Vermarktung läuft gut“, so Müller.

Gewerbegebiet fast vollständig verkauft

Sechs Grundstücke auf der insgesamt 90.000 Quadratmeter großen, vermarktbaren Fläche wurden verkauft, erläutert Wirtschaftsförderin Annette Hilpert auf Nachfrage. Theoretisch seien noch zwei Grundstücke übrig, wobei das größte mit 35.000 Quadratmeter Fläche möglicherweise von zwei Interessenten geteilt würde. Auch für das verbleibende 4000 Quadratmeter große Grundstück gebe es einen Interessenten.

Von den Käufern sind bislang nur das Pharmaunternehmen Loxxess, das den Betrieb am Standort bereits aufgenommen hat, und Linde Gas Deutschland bekannt. „Wir haben uns mit den Eigentümern verständigt, dass wir ihre Namen noch nicht kommunizieren“, so Hilpert. Sie sollen den Zeitpunkt der Bekanntgabe selbst bestimmen. Auch hinsichtlich der Kostenbilanz hält sich die Wirtschaftsförderin bedeckt. „Die Stadt sieht das als Investition. Es geht nicht darum, einmalige Verkaufserlöse zu erzielen.“

Rubriklistenbild: © dpa

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