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Engagiert: Björn Rodenwaldt, seit Oktober 2015 Leiter der Stadtbücherei Geretsried.

Leseverhalten im Wandel

Stadtbücherei verjüngt sich

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Seit Oktober 2015 leitet Björn Rodenwaldt die Stadtbücherei Geretsried. Er hat Schwung in die 20 Jahre alte Bibliothek an der Adalbert-Stifter-Straße gebracht. Dennoch sind die Ausleihzahlen vergangenes Jahr leicht zurückgegangen. Das liegt zum einen an zwei Baustellen und zum anderen am veränderten Leseverhalten. „Das E-Bock ist auf dem Vormarsch“, erklärte Rodenwaldt am Dienstag im Kulturausschuss.

Geretsried – Zweieinhalb Wochen war die Stadtbücherei vergangenes Jahr wegen Umbaumaßnahmen geschlossen. Zudem war die Adalbert-Stifter-Straße drei Wochen wegen Sanierungsarbeiten komplett für den Verkehr gesperrt. Das hatte auch Auswirkungen auf die Bücherei: Die Zahl der Ausleihen sank gegenüber 2015 von 169 773 auf 158 974, die Zahl der aktiven Leser ging von 1988 auf 1779 zurück. Eigentlich wollte Rodenwaldt im vergangenen Jahr die 2000er Marke knacken. Andererseits gab es 375 Neuanmeldungen (2015: 279), darunter 260 Kinder und Jugendliche. Hier hat es sich laut Rodenwaldt ausgezahlt, dass die Stadt seiner Empfehlung gefolgt ist, die Jahresgebühr für Kinder und Jugendliche abzuschaffen. Die meisten aktiven Leser hat die Bücherei jetzt in den Altersgruppen von elf bis 20 Jahren (435) und von 41 bis 50 Jahren. 2015 waren es noch die 25- bis 45-Jährigen.

Das E-Book ist auf dem Vormarsch

Rechnet man die 84 Veranstaltungen mit ein, hatte die Bücherei vergangenes Jahr 44 377 Besucher (2015: 40 014). Das macht bei 1357 Öffnungsstunden im Schnitt 32,7 Besucher pro Stunde. Sie können aus 44 323 Medien wählen, wobei der größte Teil Kinder- und Jugendbücher (9423) sind. Laut Rodenwaldt sollten die Medien dreimal im Jahr den Besitzer wechseln. In Geretsried liegt der Umschlag bei 3,35. „Darauf bin ich relativ stolz.“ Ein Selbstläufer ist nach den Worten des Büchereileiters das E-Book-Projekt. Der Regionalverbund Biblioplus-Digital, dem Geretsried angehört, erweitert stetig seinen Bestand an elektronischen Medien. Die Nachfrage ist groß. Gegenüber 2015 stiegen die Entleihungen von 62 000 auf 81 000, davon kamen 6412 aus Geresried.

Spieleabend ist ein Selbstläufer

Ebenfalls ein Selbstläufer ist der Spieleabend, den Rodenwaldt jeden ersten Freitag im Monat anbietet (wir berichteten). Jedes Mal kommen mehr Besucher, im Schnitt treffen sich 30 Personen zu Brett- und anderen Spielen. Inzwischen gibt es sogar einen Ableger in der Littig-Villa in Wolfratshausen, weil einigen Spielern der monatliche Termin nicht genügt. „Das ist eine echt tolle Geschichte“, freut sich Rodenwaldt über den Erfolg. Im Kulturausschuss dankten die Stadträte dem Büchereileiter ausdrücklich für sein Engagement. „Es ist eine Bereicherung, dass Sie die Hand drauf haben“, sagte Kulturreferent Hans Ketelhut.

Zieht die Bücherei ins Stadtzentrum? 

Ein Stadtzentrum lebt nicht allein von Geschäften und Dienstleistern. Auch kulturelle Einrichtungen gehören in die Innenstadt. Deshalb gibt es die Überlegung, die Stadtbücherei von der Adalbert-Stifter-Straße an den Karl-Lederer-Platz zu verlegen. Als eine Option wurde bereits das erste Obergeschoss in dem von der Krämmel Familien GbR geplanten Neubau genannt. Noch aber ist nichts entschieden, stellte CSU-Bürgermeister Michael Müller in der Sitzung des Kulturausschusses am Dienstag klar. 

Bücherei und VHS bleiben zusammen

Nur eines steht für ihn fest: „Sollten wir über eine Verlagerung nachdenken, dann müssen wir darauf schauen, dass Bücherei und VHS zusammenbleiben.“ Die Volkshochschule ist derzeit unter dem Dach der Bücherei untergebracht. Beide Einrichtungen würden sich sehr gut ergänzen, erklärte Müller. Dies sollte auch beibehalten werden. Die VHS sei der Stadt wichtig und auch gutes Geld wert, unterstrich der Bürgermeister. Deshalb sollte man auch die räumlichen Voraussetzungen schaffen. Derzeit hat die VHS nur einen Raum in der Bücherei zur ständigen Verfügung

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