+
Gut besucht war die Lesung von Thekla Kraußeneck in der Stadtbücherei. 

Lesung von Thekla Kraußeneck 

„Cronos Cube“: Gelungener Mix aus realer und virtueller Welt

Thekla Kraußeneck aus Geretsried hat vor Kurzem ihren Debütroman „Cronos Cube“ präsentiert. Die Lesung in der Stadtbücherei war ein voller Erfolg.

Geretsried In die fabelhafte Welt der Titanmäuse, Schattenantilopen und Laubwichte entführte die Autorin Thekla Kraußeneck am Freitagabend ihre Zuhörer. Die 30-jährige Geretsriederin las in der Stadtbücherei aus ihrem Debütroman „Cronos Cube“.

Ein düsteres Zukunftsbild

Die dystopische Geschichte ist keineswegs nur Science-Fiction und Fantasy. Sie zeichnet ein düsteres Zukunftsbild, das so abwegig nicht ist. Der Roman spielt im Jahr 2030 in Dublin. Drohnen kontrollieren die Straßen der Stadt, der Staat horcht Handys und Computer aus, die Menschen flüchten sich in ein Virtual-Reality (VR)-Spiel namens „Cronos Cube“. Dort tummeln sich jene oben erwähnten Fantasiegestalten, aber auch getarnte Terroristen, die gegen das diktatorische Regime mit seiner totalen Überwachung kämpfen.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Freunde Lachlan und Zack. Sie geraten in ein spannendes Abenteuer, als der Milliardärssohn Lachlan von Terroristen entführt wird. Zack will ihn befreien, doch die Geiselübergabe soll ausgerechnet in dem von ihm verhassten VR-Spiel stattfinden.

Fünf Jahre Arbeit für das Erstlingswerk

Thekla Kraußeneck las sowohl Kapitel aus der „realen“ Welt vor als auch Szenen, die in „Cronos Cube“ spielen. Man bekam einen guten Eindruck von dem gelungenen Mix beider Genres, der sich durch die gesamten 470 Seiten des Werks zieht. Im Anschluss hatten die rund 30 Besucher Gelegenheit, mit der Nachwuchsschriftstellerin zu reden. Büchereileiter Björn Rodenwaldt, bekennender Fantasy-Fan, lobte Kraußeneck nicht nur für die packende Story, sondern auch für ihre gründliche Recherche. Er habe selbst ein Jahr in Dublin gelebt und erkenne die Schauplätze im Buch wieder. Fünf Jahre hat die freie Mitarbeiterin der Süddeutschen Zeitung und Studentin der Ethnologie und Philosophie an ihrem Erstling gearbeitet. „Das Meiste war Recherche. Etwa ein Jahr dauerte das Schreiben“, erzählt sie. „Cronos Cube“ wird vom Liesmich-Verlag für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren empfohlen. Die Schriftstellerin selbst hält ein Mindestalter von 16 Jahren wegen der komplexen politischen Zusammenhänge und einiger gewalttätiger Szenen für besser. „Nach oben sind keine Grenzen gesetzt“, sagt sie.

Laut Sarah Ulbrich von der gleichnamigen Geretsrieder Buchhandlung, in der Kraußeneck bereits im Juli gelesen hat, stößt der Roman im Taschenbuchformat (16,95 Euro) auf großes Interesse: „Wir haben bisher deutschlandweit die meisten Exemplare verkauft.“ Wer lieber ausleiht als kauft, für den hält die Bücherei drei „Cronos Cube“ bereit. 

Tanja Lühr

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wie Wolfratshauser Sternsinger Kinder in Rumänien unterstützen 
Der Erlös der Sternsingeraktion von St. Andreas hilft, in einem rumänischen Kinderhaus die schlimmste Not zu lindern. Michaela Seebauer hat dort einige Tage verbracht - …
Wie Wolfratshauser Sternsinger Kinder in Rumänien unterstützen 
Speed-Debating im „Pistolero“: Jugendliche fühlen Lokalpolitikern auf den Zahn
Politische Themen statt Drinks und lauter Musik gab es am Freitag beim „Speed-Debating“  im „Pistolero“ in Bad Tölz.  Rund 50 Erstwähler waren gekommen.
Speed-Debating im „Pistolero“: Jugendliche fühlen Lokalpolitikern auf den Zahn
18-Jähriger überschlägt sich mehrmals mit seinem BMW - wohl wegen einer Zigarette
Ein Fahranfänger aus Wackersberg hat sich am Montagabend in der Gemeinde Eurasburg mit seinem Pkw überschlagen. Schuld war wohl eine Zigarette.
18-Jähriger überschlägt sich mehrmals mit seinem BMW - wohl wegen einer Zigarette
Geretsrieder Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit hat drei neue FSJler
So früh wie nie zuvor konnte der Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit heuer die FSJ-Stellen besetzen. Gleich drei junge Menschen haben im September ihren …
Geretsrieder Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit hat drei neue FSJler

Kommentare