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Und die Sonne strahlt dazu: (v. li.) Gerald Ohlbaum (Vorsitzender Stiftungsrat), Josef Kellner (Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Energiewende Oberland), Roswitha Foißner (städtische Energiemanagerin) und Andreas Scharli (Kompetenzzentrum Energie) bei der Übergabe des Solarpreises 2016. 

Besonderer Beitrag zur Energiewende

Leuchtturm im Oberland: Solarstrompreis für Geretsried

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Die Stadt Geretsried hat am Dienstag den Solarstrompreis 2016 erhalten. Er gilt allen Bürgern, die einen besonderen Beitrag zur Energiewende leisten.

Geretsried – Ein handgroßes Auto beweist es: In der Sonne steckt eine Menge Energie. Auf dem Dach ist eine Solarzelle installiert. Bei Lichteinfall bewegt sich das Gefährt über den Tisch. Auf diese Energiequelle setzen immer mehr Menschen in Geretsried. Der Solarstrom vom Dach wird unmittelbar im Haushalt oder im Unternehmen verbraucht.

Auszeichnung für alle Bürger, die Beitrag leisten

Dafür hat die Stadt Geretsried am Dienstag den Solarstrompreis 2016 erhalten. Die Auszeichnung gilt allen Bürgern, die durch die Nutzung von Solarstrom einen herausragenden Beitrag zur Energiewende leisten. Roswitha Foißner, Energiemanagerin der Stadt, nahm die Urkunde stellvertretend entgegen. Der Vorstand der Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO) verleiht den Solarstrompreis seit 2008 an die Kommune, die den stärksten Zubau an Photovoltaik innerhalb eines Jahres vorweisen kann.

In Zahlen ausgedrückt war es eine Photovoltaik-Leistung von 1204,32 Kilowatt Peak, die in Geretsried im Jahr 2016 zugebaut wurde. „Maßgeblichen Beitrag von 996 Kilowatt Peak hat das Unternehmen Loxxess geleistet, das den Neubau in Gelting mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet hat“, erklärte Foißner. Geretsried bekam den Solarstrompreis nach 2008 und 2011 bereits zum dritten Mal. „Es gibt Kommunen, in denen die Energiewende zum Selbstverständnis gehört“, sagte Andreas Scharli von der EWO, der besagtes Solarauto zum Pressetermin mitgebracht hatte. Ganz so einfach wie bei dem Fahrzeug sei es zwar nicht. Photovoltaik-Anlagen würden sich aber bei vielen Eigenheimbesitzern rentieren, so Scharli. „Eine Kilowattstunde kostet zehn Cent.“

Geretsried spart so 4000 Tonnen CO2

Geretsrieder können über das Solarkataster auf der Homepage der Stadt überprüfen, ob sich ihr Haus eignet. Hilfreich sei auch das Sonnenfrühstück, bei dem sich Photovoltaik-Besitzer zweimal im Jahr austauschen (wir berichteten). Als positiv stellte Scharli auch heraus, dass es in Geretsried eine eigene Energiemanagerin gibt, die städtische Gebäude überprüft.

„Geretsried ist ein Leuchtturm innerhalb der Kommunen im Oberland“, lobte auch EWO-Vorstandsvorsitzender Josef Kellner. 365 Photovoltaik-Anlagen gibt es in der Stadt, sie erzeugen im Jahr 6,8 Gigawattstunden Strom. „Damit sparen wir 4000 Tonnen CO2“, sagte Roswitha Foißner. Es ist aber noch Luft nach oben: Verbraucht werden 98 Gigawattstunden Strom im Jahr. „Und durch die E-Mobilität wird sich der Verbrauch noch erhöhen“, kündigte Scharli an.  

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