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Wünsche für Jackys Tochter Leonie konnten Trauernde auf Herzen aus Holz schreiben.

Trauerfeier auf dem Waldfriedhof

Liebevoller Abschied von Jacky

Vor Kurzem erlag Jacky Drappeldrey, besser bekannt als Pinke Pusteblume, ihrem Krebsleiden. Nun fand für die 27-Jährige eine Trauerfeier auf dem Waldfriedhof in Geretsried statt.

Geretsried – Man kann Zehntausende „Follower“ auf Facebook haben. Die letzte Ehre erweisen einem aber doch nur die wenigen, echten Freunde. Sie kamen am Montagnachmittag zu Jacky Drappeldreys Trauerfeier in der Aussegnungshalle des Geretsrieder Waldfriedhofs. Beigesetzt worden war die 27-Jährige bereits vergangene Woche im Familienkreis.

Jacky, die viel zu jung an Krebs verstarb, hatte sich die öffentliche Feier für ihre Unterstützer im Internet gewünscht. Ihr Facebook-Blog „Pinke Pusteblume“ mit zum Schluss fast 40.000 Lesern sei Jacky sehr wichtig gewesen, ein Hobby und eine Art Psychotherapie zugleich, sagte Trauerrednerin Martina Ananda Marker. Aus den Beiträgen habe die Kranke Mut geschöpft. Doch vielmehr noch habe sie selbst anderen Betroffenen und Gesunden Mut gemacht.

Wünsche für Tochter Leonie

„Die schönsten Jahre eines Menschen sind die, in denen er sich entschieden hat, das Leben zu genießen“, steht auf Jackys Sterbekärtchen und auch auf ihrem Grabstein. Die alleinerziehende Mutter habe seit der Diagnose Brustkrebs im Juni 2015 „intensiver und positiver“ gelebt, erzählte Marker, die Jacky ein Stück ihres letzten Weges begleitet hat. Sie sei glücklich darüber gewesen, dass ihre Familie in dieser schweren Zeit an ihrer Seite gestanden und zusammengehalten habe. Vor allem, dass ihre achtjährige Tochter Leonie in guten Händen (bei Jackys Tante) sei, habe der Sterbenden den Abschied erleichtert. Statt eines Kondolenzbuchs lagen denn auch kleine Herzen aus Holz auf einem Tisch. Jeder Trauergast sollte darauf einen Wunsch für Leonie schreiben – eine Aufforderung, der man gerne nachkam.

Ganz im Sinne der Verstorbenen wurden moderne Lieder von Nena und Sarah Connor gespielt. „My Way“, gesungen von Jackys absolutem Lieblingsstar Elvis Presley, durfte natürlich nicht fehlen. Der Song passte. Jacky Drappeldrey ging immer unbeirrt ihren Weg. Geboren in Stuttgart, aufgewachsen in Bad Tölz und bereits alleinerziehend mit Leonie nach Geretsried gekommen, entschied sie sich von Außenhandelskauffrau auf Kinderpflegerin umzusatteln. Die Krankheit kam ihr leider in die Quere. Trotz der folgenden, harten zwei Jahre mit Operationen, Chemotherapien, Bestrahlungen und Schmerzen sei Jacky immer sie selbst geblieben, sagte Martina Marker. 

Tanja Lühr

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