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Geschichten rund um Weihnachten: Geretsrieder Musikschüler proben eifrig an ihrem diesjährigen Weihnachtsspiel „Der Engel mit der Pudelmütze“. 

Uraufführung der Geretsrieder Musikschule am Sonntag

"Der Engel mit der Pudelmütze"

Geretsried - Probenbesuch bei der Musikschule Geretsried: Am Sonntag, 13. Dezember, wird das Musical "Der Engel mit der Pudelmütze" uraufgeführt.

„Wer schnauft denn da ins Mikrofon?“ Irritiert blickt Orchesterleiterin Sabine Beyer in die Runde und stellt fest: Das Headset des „Rastlbinders“ sitzt schief. Unterdessen fragt Florian Sagner am Mischpult: „Singt der Chor schon in Szene eins?“ Die Vorbereitungen für das diesjährige Weihnachtsspiel „Der Engel mit der Pudelmütze“ der Geretsrieder Musikschule laufen auf Hochtouren. Es ist ein bayerisches Musical nach den literarischen Weihnachtsgeschichten von Otfried Preußler, musikalisch von Christoph Well mit Harfe, Hackbrett, Geigen und Querflöten im alpenländischen Charakter neu arrangiert. Mitwirkende sind die Geretsrieder Musikschule mit Chor, Orchester und Bühnendarstellern.

Regisseur Heini Zapf ist mit seinen Schützlingen nach dem ersten Probelauf hochzufrieden. „Besser kann‘s doch ned laufen, oder?“ Florian Sagner, Geretsrieder Musiklehrer und bekannte Jazzer, ist für Ton und Licht verantwortlich. Requisiteurin Vera Kraus (Leiterin der Musikschule) übt mit dem Hauptdarsteller „Felix“ (in Doppelbesetzung mit Jakob Kugler/Raphael Patsch) am Bühnenrand das richtige Ziehen des Schlittens. „Komm, a bisserl schneller, bitte!“, kommandiert sie. Noch wetzen die jüngsten Mitwirkenden im Grundschulalter aufgeregt auf den Stühlen hin und her und warten auf ihren Einsatz: ein Engelchen mit Heiligenschein, ein Dorfbursche in Lederhose, und zwei Rapper mit Käppi (den Schirm nach hinten geschoben) und schlappen Trainingshosen. Chorleiterin Ivetta Martos signalisiert den Einsatz, stoppt aber gleich wieder: „Fehlstart, Leute. Der Chor bitte noch einmal.“ Regisseur Zapf positioniert noch die zehn Schauspieler auf der Bühne – und dann kann’s los gehen.

„Rassel, rassel, flick, flick“. Im Takt der Musik schlurft der „Rastlbinder“ (in Doppelbesetzung mit Jonathan Kübler/Laurin Toppe) auf die Krücke gestützt mit seinem lahmen Bein heran. „Rassel, rassel, flick, flick“, setzt der Kinderchor rhythmisch dazu ein. In einer der Geschichten von Otfried Preußler geht es um den „Marschner Felix aus Wurzeldorf“, der beim Schlittenfahren seine neue Pudelmütze verloren hat, die ihm das Christkind gebracht hat. Das musikalische Bühnenstück beinhaltet humorvolle und zugleich nachdenklich stimmende Geschichten zur Weihnachtszeit: Wer hilft den Drei Königen, als sie sich auf dem Weg nach Hause im Schneegestöber verirren? Und wer weiß wohl besser, wo Bethlehem liegt – ein Schulinspektor oder die Kinder aus Nieder-Berzdorf?

Info:

Die beiden Aufführungen finden am Sonntag, 13. Dezember, um 16 und 18 Uhr in der Aula des Schulzentrums statt.

Andrea Weber

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