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Namensgeber: Die Plätze im neuen Quartier könnten nach Geretsrieds Partnerstädten benannt werden. Die Visualisierung zeigt den Blick auf den Chamaliéres Platz.

Wohnen an der Banater Straße

Lorenz-Areal in Geretsried: Pläne werden erneut ausgelegt

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768 Wohnungen sollen auf dem ehemaligem Lorenz-Areal entstehen. Zusatzangebote sollen für ein lebenswertes Quartier sorgen.

Geretsried – Mit dem Projekt „Wohnen an der Banater Straße“ auf dem ehemaligen Lorenz-Areal soll ein lebenswertes Quartier entstehen. Das betonte Investor Korbinian Krämmel vom gleichnamigen Wolfratshauser Bauunternehmen am Dienstag in einer Sondersitzung des Stadtrats. „Wir schaffen Wohnraum auf einer Brachfläche, die momentan nicht schön anzuschauen ist“, sagte er.

Zusammen mit Architekt Klaus Kehrbaum, der auch das Geretsrieder Zentrum entworfen hat, den beauftragten Gutachtern und dem Anwalt der Stadt, Klaus Hoffmann, stellte Krämmel das Vorhaben gebündelt vor. Entschieden wurde nichts. Laut Stadtbaurat Rainer Goldstein werden die Pläne ab nächster Woche erneut öffentlich ausgelegt. „Wir haben alle Gebäude als Bauantrag eingereicht. Wenn der Bebauungsplan gesetzt ist, könnten wir 2019 mit dem Bau beginnen“, erklärte Kehrbaum.

Geplant sind 768 barrierefreie Wohnungen, davon 136 Ein-, 303 Zwei-, 213 Drei- und 116 Vier-Zimmer-Wohnungen. „Sie sind so ausgelegt, dass man sie zusammenlegen und später wieder trennen könnte“, erklärte der Architekt. So seien auch Fünf-Zimmer-Wohnungen möglich. 40 Prozent werden Eigentumswohnungen und jeweils 30 Prozent frei finanzierter und geförderter Mietwohnungsbau. Bei der Vergabe bevorzugt die Stadt Einheimische nach dem sogenannten „Geretsrieder Modell“.

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Die Gebäude der Mietwohnungen liegen außen und werden sechs bis acht Geschosse hoch. Im Innenbereich entstehen die Eigentumswohnungen, deren Gebäude ein bis drei Geschosse niedriger werden. Die Höhenentwicklung dient dem Schallschutz. Die Häuser werden in Abschnitten errichtet, welche gemäß der Gutachten eingeteilt wurden. Kehrbaum rechnet mit einer Gesamtbauzeit von fünf bis acht Jahren.

Das Quartier soll eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. „Wir haben verschiedene Bereiche mit Spiel- und Bolzplätzen für jedes Alter“, so Kehrbaum. Dank Parkdeck – laut Architekt ragt es nicht zu weit ins Grundwasser – wird der Außenbereich autofrei. Je eine Einfahrt gibt es im Süden und Norden. Entlang des Industriegleises ist ein neuer Radweg geplant.

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Neben den Wohnungen soll das Quartier eine Einrichtung mit drei Krippen-, vier Kindergarten- und einer Hortgruppe samt erweiterten Öffnungsmöglichkeiten für alle Geretsrieder sowie ein Boarding-House mit möblierten Appartements bieten. Krämmel will alle Generationen ansprechen – möglich seien auch eine Demenz-WG und Angebote für Betreutes Wohnen. „Wir wollen viele attraktive Facetten schaffen“, sagte der Investor und nannte einige Beispiele, darunter Plätze für Elektroautos und Carsharing, Multifunktionsräume für Sportkurse und Geburtstagsfeiern sowie Angebote, die das nachbarschaftliche Miteinander fördern.

Walter Büttner (SPD) wollte wissen was passiert, wenn der Wohnungsmarkt während der Bauzeit stagniert. Anwalt Klaus Hoffmann zufolge sei eine Frist von sieben Jahren in der Realisierungsplanung festgelegt. „Das Risiko der Realisierung haben wir wie ein Schwert im Nacken“, verdeutlichte Krämmel. Das Zeitfenster könne sich schließen. Umso wichtiger sei es, „dass wir vorwärts gehen“.

sw

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