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Gespannte Gesichter: Mit skurrilen und witzigen Geschichten zog Märchenerzählerin Cordula Carla Gerndt (re.) ihre Zuhörer in den Bann.

Isardamm-Grundschule

Ein magisches Märchenfest

Geretsried - Seit den Weihnachtsferien hatten sich die Mädchen und Buben der Grundschule am Isardamm auf das Märchenfest vorbereitet, das am Donnerstagabend stattfand. Es zog hunderte Besucher an.

Rappelvoll ist die alte Aula der Grundschule, als Gabi Altenbach, ein Teil des Münchner Erzählerinnen-Teams „Grimm-Schwestern“, mit ihren Geschichten beginnt. Sie erzählt vom Mäuschen, dem Vögelchen und der Bratwurst, von der unglaublich klugen Else, die sich selbst verlor, und vom Rotkäppchen, dessen Oma von einer Menschenfresserin verspeist wurde. Überall in der Schule kommt man an aufwändig gestalteten Präsentationen vorbei: Sterntaler, Dornröschen und ein riesiger Vulkan begleiten die Besucher auf dem Weg zum Mehrzweckraum. Dort erzählt ein weiteres Mitglied des Grimm-Trios Geschichten. Ein paar Zimmer weiter präsentiert eine Klasse ihr Ergebnis der Projekttage, ein Schatten-Theater. Kurz: Die ganze Schule ist wie verzaubert.

Zugabe beim Happy End

Die Dritt- und Viertklässler erwarten nervös ihren Auftritt beim Musical der Theater-AG. „Die Goldene Gans“ steht auf dem Programm. „Die vierten Klassen haben extra für dieses Musical einen Chor gebildet“, berichtet Konrektorin Kathrin Hösl. Und der kann sich hören lassen: Das Lied zum Happy End müssen die kleinen Schauspieler und Sänger gleich zweimal singen, so begeistert ist ihr Publikum. „Die Kinder waren wahnsinnig engagiert, sie sind jeden Freitag eine Stunde länger geblieben und haben bei Extraproben keine Miene verzogen“, schwärmt Angela Feller, Leiterin der Theater-AG, von ihren Schützlingen.

"Seid Ihr den Winter alle leid?"

Von draußen erklingen rhythmische Schläge, die alle Besucher in den nächtlichen Hof locken. Dort wartet ein wahrlich märchenhafter Anblick auf die Zuschauer: Eine Trommler-Gruppe steht auf einer Fläche, die nur von flackernden Kerzen, Fackeln und Feuertonnen beleuchtet ist. „Seid Ihr den Winter alle leid? Wollt Ihr dass es endlich wieder wärmer wird?“ ruft einer der Trommler. Die Antwort kommt postwendend: „Ja“, erschallt es unisono aus den Kinderkehlen. Der Mann nimmt eine Fackel, läuft auf die mannshohe, geschmückte Strohpuppe in der Mitte des Platzes zu – und zündet sie an. „Er verbrennt symbolisch die Eishexe, damit der Winter verschwindet“, erklärt ein Vater seinem Kind. Die Eishexe brennt lichterloh, die Trommler beginnen wieder zu spielen – fast wirkt es wie echte Magie auf diesem Fest der Märchen. Nun beginnt der erste Feuerkünstler mit seinem Programm: Wirbelnde Ketten mit Feuerbällen, eine Bauchtänzerin mit Flammen in der Hand, Feuerfontänen, brennende Stäbe, die so schnell gedreht werden, dass sie aussehen wie Feuerräder. Für mehr als eine halbe Stunde besteht die Bühne nur aus dunkler Nacht und tanzenden Flammen. Karolin Wolf

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