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Decke, Seidentuch, Gutscheine: Zum 103. Geburtstag wurde Maria Büttner reich beschenkt. Im Namen der Stadt gratulierte Vize-Bürgermeister Hans Hopfner im Beisein von Walter un d Renate Büttner.

Drittältester Bürger feiert Geburtstag

Maria Büttner: Auch mit 103 noch in Bestform

Geretsried – Verschmitztes Lächeln, wache Augen, schlanke Figur: Maria Büttner ist mit 103 Jahren der drittälteste Mensch in Geretsried – und immer noch in Bestform. Ihren Geburtstag feierte die gebürtige Fränkin am Freitag mit einigen Ehrengästen im Seniorendomizil „Haus Elisabeth“ und am Sonntag mit der Familie – Sohn und Schwiegertochter, Enkel und sieben Urenkel – bei einer Enkelin in Königsdorf.

In einem solch biblischen Alter sollte man eigentlich alles haben, aber Geschenke gab es trotzdem: eine graue Decke vom Landkreis, ein weiß-blaues Seidentuch von der Bayerischen Staatskanzlei und einen Essensgutschein für die Ratsstuben von der Stadt. Zweiter Bürgermeister Hans Hopfner und Pressereferent Thomas Loibl überbrachten die Gaben am Freitagnachmittag bei einem Besuch im „Haus Elisabeth“. Maria Büttners Sohn Walter und dessen Frau Renate Büttner überreichten ebenfalls Nützliches: einen Briefumschlag voller Friseurgutscheine.

Die alte Dame legt Wert darauf, sich alle zwei Wochen von der Friseurin ihres Vertrauens die Haare machen zu lassen. Dafür bringt die Schwiegertochter sie zum Johannisplatz, wo Sohn Walter seiner Mutter, als sie 90 wurde und nicht mehr alleine in ihrer oberfränkischen Heimat Burgkunstadt bleiben sollte, eine Wohnung besorgt hatte.

Erst vor drei Jahren zog Maria Büttner nicht ganz leichten Herzens in das Altersheim an der Johann-Sebastian-Bach-Straße um. „Ich fühle mich wohl hier, aber mir fehlen die Ausflüge in die Stadt“, sagt die rüstige Jubilarin. Trotz zweier Oberschenkelhalsbrüche in der Vergangenheit geht sie jeden Tag eine gut halbe Stunde mit dem Rollator spazieren, meist zum Neuen Platz oder zur Sudetenstraße. „Die Stadt“ aber ist für die Wahl-Geretsriederin immer noch der Karl-Lederer-Platz – und dorthin ist es ihr etwas zu weit zu Fuß.

Nach dem Rezept für ein langes Leben befragt, antwortet Maria Büttner: „Man braucht immer eine Aufgabe.“ Am 20. Januar 1914 in Lichtenfels geboren, leitete die ausgebildete Kauffrau später mit ihrem Mann eine Schuhfabrik. Gleichzeitig zog sie zwei Söhne groß, von denen einer verstorben ist. In ihrer Wohnung am Johannisplatz versorgte sie sich bis zum Schluss selbst. Darauf, sieben der acht Urenkel im Alter von einem bis neun Jahren am Sonntag zu sehen, freute sie sich am Freitag bei Kaffee und Kuchen im Seniorenheim schon sehr. „Auch wenn es turbulent zugeht: Die Schwiegermama ist fürs Feiern immer zu haben“, sagt Renate Büttner und lacht.

tal

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