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Zum Wohl: An ihrem 102. Geburtstag stößt Maria Büttner mit Bürgermeister Michael Müller an.

"Nächstes Jahr, da sehen wir uns wieder"

Mit 102 Jahren: Maria Büttner analysiert die Stadt

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Geretsried - Maria Büttner aus Geretsried ist 102 Jahre alt - und topfit. Bei ihren Spaziergängen fällt ihr auf, wo die Stärken die Stadt liegen - und wo die Schwächen.

Maria Büttner hält ihre Versprechen. „Zum 102. besuchen Sie mich wieder“, hat sie vor einem Jahr mit unserer Zeitung ausgemacht. Damals ist die Geretsriederin 101 Jahre alt geworden. Natürlich haben wir Wort gehalten, als die Einladung zum 102. Ehrentag in die Redaktion flatterte. Es ist unglaublich: Die Geretsriederin lächelt immer noch spitzbübisch, geht fleißig spazieren und spielt dienstags mit ihren Freundinnen Karten. „Nur die Augen und Ohren“, sagt sie lächelnd, „die lassen nach.“

Maria Büttner ist 102 Jahre alt - und geht jeden Tag spazieren

Im vergangenen Jahr hat Maria Büttner viel erlebt – wieder einmal. Von ihrer Wohnung am Johannisplatz ist sie ins Seniorendomizil Haus Elisabeth an der Johann-Sebastian-Bach-Straße gezogen. Noch vor 7 Uhr morgens steht sie auf und richtet sich her, bevor die Pfleger das Frühstück verteilen. Anschließend vertreibt sie sich die Zeit mit der Lektüre unserer Zeitung. Eine große Lupe macht’s möglich. Und sie geht draußen spazieren, eine Stunde mindestens. „Letztens habe ich die Abzweigung verpasst, da waren es dann eineinhalb.“

Was ist besser: Johannisplatz oder der Neue Platz?

Die Gegend um den Johannisplatz, sagt Maria Büttner, hat ihr aber besser gefallen. „Da war ich gleich in der Stadt, da gab es Schaufenster und den Markt, da war richtig was los.“ Hier am Neuen Platz würden zwar viele Leute wohnen. „Aber wo kaufen die denn ein?“, fragt sie. „Mehr als Obst und Gemüse bekommt man nicht.“ Maria Büttner hat das Stadtviertel analysiert. Mit 102 Jahren.

Ihren Ehrentag verbringt sie mit ihrem Sohn Walter, dem SPD-Stadtrat. „Wie bitte, was sagst?“, ruft sie, wenn er etwas fragt – obwohl sie ihn verstanden hat. Die zwei necken sich eben gern. Gerade, als Bürgermeister Michael Müller zum Gratulieren vorbeischaut, läutet Walter Büttners iPhone. Seine Mutter hält sich das Handy ganz selbstverständlich ans Ohr. Die Schwiegertochter gratuliert.

Maria Büttner ringt unserer Zeitung ein Versprechen ab

Am Samstag kommt die ganze Familie zum Feiern. Die Nähe zu den Kindern, Enkeln und Urenkeln ist der Grund, warum Maria Büttner vor zwölf Jahren aus Franken nach Geretsried gezogen ist – damit sie nicht alleine ist. Die Luft hier muss exzellent sein, wenn man sieht, wie gut es der Seniorin geht. „Aber wenn Sie mal in Franken sind“, sagt sie, „essen Sie eine Bratwurst. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.“ Diese Frau kennt sich aus. Und sie ringt uns ein neues Versprechen ab: „Nächstes Jahr, da sehen wir uns wieder.“

dor

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