Strahlender Schriftzug: Matthias Wupper machte sich nachts an den Lampen zu schaffen, um sie für sein Foto in Position zu bringen. Kurze Zeit später war die Polizei da.
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Strahlender Schriftzug: Matthias Wupper machte sich nachts an den Lampen zu schaffen, um sie für sein Foto in Position zu bringen. Kurze Zeit später war die Polizei da.

„Das war es mir wert“

Matthias Wupper fotografiert nachts Hollywood-Schriftzug und löst Polizeieinsatz aus

  • Doris Schmid
    VonDoris Schmid
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Eigentlich wollte Matthias Wupper nur ein Foto schießen. Dass er damit einen Polizeieinsatz auslöst, damit hätte der 59-Jährige im Leben nicht gerechnet.

Geretsried – Der Kfz-Meister fotografiert in seiner Freizeit leidenschaftlich gern. Und zwar so ziemlich alles, was ihm vor die Linse kommt. Am späten Montagabend machte er eine Panorama-Aufnahme vom Geretsrieder Rathaus. Auf dem Weg dorthin fiel ihm der Geretsried-Schriftzug in der Hollywood-Kurve an der B11 ins Auge. Letzterer wird neuerdings mit Solarlampen angestrahlt. Das gefiel Wupper, und so packte er Kamera und Stativ aus, um mitten in der Nacht den illuminierten Schriftzug abzulichten. „Um die vorhandene Beleuchtung ein bisschen gleichmäßiger zu gestalten, habe ich das Unkraut um die Lampen etwas auf die Seite drapiert“, erzählt der Geretsrieder. „Unwissend, dass ich damit einen Polizeieinsatz auslösen würde.“

Wupper wurde von einem vorbeifahrenden Autofahrer bei seiner nächtlichen Aktion beobachtet. „Dieser vermutete wohl einen Sprayer-Anschlag auf den Schriftzug und verständigte die Ordnungshüter.“ Aus allen Richtungen sei die Polizei angerückt, sodass ein Entkommen schier unmöglich gewesen wäre. „Respekt“, meint Wupper. „Ein Bösewicht hätte keine Chance gehabt, so schnell waren die vor Ort.“ Die Beamten seien allesamt sehr freundlich gewesen. „So war dann auch schnell klar, dass hier niemand etwas Unrechtes im Schilde führte.“ Auch wenn alles gut ausgegangen ist: Seinen Fotoausflug empfiehlt Wupper nicht zur Nachahmung. „Mir hat beim Vorbeifahren gefallen, was ich gesehen habe. Das war es mir wert.“

Die Schlangenlinien auf dem Bild sind laut Wupper übrigens zufällig entstanden. Jedes Mal, wenn er wegen eines vorbeifahrenden Autos seine Langzeitbelichtung abgebrochen hat, verrückte er Stativ und Kamera. „Da sind die Spuren von den Scheinwerfern“, erklärt er. „Das war nicht geplant, aber so ist es lustiger.“  

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