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Hat seine Wurzeln in Geretsried: Das Jazz-Ensemble max.bab, hier bei einem Auftritt in Gräfelfing.

Crowdfunding für neue CD 

Max.bab bastelt an seinem vierten Album

Es gibt Neuigkeiten von max.bab, dem Jazz-Quartett mit Wurzeln in Geretsried und am Starnberger See. Die Musiker, die mittlerweile überwiegend in Berlin leben, planen die Aufnahme ihrer achten CD.

Berlin/Geretsried  Im Frühjahr nächsten Jahres soll die Scheibe mit dem Titel „Wild Pitch“ nach dem gleichnamigen Stück von Saxophonist Max von Mosch erscheinen. Das letzte Album „Laws of Motion“ liegt vier Jahre zurück. „Ein Teil von uns war mit der Familiengründung beschäftigt“, erklärt der gebürtige Geretsrieder Benedikt Jahnel (37), Pianist und Komponist der Gruppe.

Chancen für „Wild Pitch“ stehen gut

Max.bab. hat sich entschieden, die CD diesmal per Crowdfunding zu finanzieren. Das heißt, Fans und Förderer spenden übers Internet vorab eine Summe ihrer Wahl oder bestellen und bezahlen das neue Album vor dem Erscheinen. Man sei diesen Weg nicht nur aus finanziellen Gründen gegangen, sagt Jahnel: „Wir wollten vor allem schauen, ob die Leute überhaupt Interesse an einer weiteren Platte von uns haben.“

Dem ist offensichtlich so. Die Jazzer haben sich als Deadline für die Aktion den 31. Dezember gesetzt. Bis dahin wollen sie 1800 Euro für Aufnahme, Mischung, Reisekosten und Design beisammen haben. 1350 Euro sind bis Anfang dieser Woche bereits eingegangen. Die Chancen, dass „Wild Pitch“ produziert wird, stehen also ziemlich gut. Ein Studio in Polen, zwei Stunden von Berlin entfernt, hat das Quartett bereits reserviert. In der ersten Januarwoche könnten Max von Mosch (Saxophon), Benedikt Jahnel (Piano), Benjamin Schäfer (Bass) und Andreas Haberl (Drums) dort loslegen. 

Im Mai 2018 soll die Platte fertig sein

Auf der CD sollen sowohl Stücke zu hören sein, die max.bab in den vergangenen Jahren live gespielt hat, als auch ganz neues Material. „Es wird sicher eine klassische max.bab-Platte werden. Wir wissen, was bei Konzerten gut ankam und das wollen wir unseren Fans jetzt auf CD präsentieren“, sagt Jahnel. Läuft alles nach Plan, werde man das fertige Produkt im Mai 2018 in Händen halten – und hübsch verpackt als erstes an diejenigen verschicken, die vorbestellt haben.

Das Jazz-Quartett hat sich bereits in der Schule kennengelernt und spielt seit bald 20 Jahren seine eigene Musik. Ihre bisher sieben CDs haben die Männer teilweise mit Gästen, teilweise mit Themen und Konzepten, aber immer mit eigenen Kompositionen, veröffentlicht. Sie haben hunderte von Konzerten in vielen Ländern und zu Hause gegeben. Der Geretsrieder Jahnel verspricht: „Es wird nächstes Jahr sicher auch mal wieder einen Auftritt im Geltinger Hinterhalt geben.“ Bis dahin und bis zum Erscheinen der CD besteht die Gelegenheit, zwei Konzerte zu besuchen: am Freitag, 29. Dezember, und Samstag, 30. Dezember, in der Münchner „Unterfahrt“. 

Tanja Lühr

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