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Vier Männer an der Tuba begeisterten beim Neujahrskonzert im Showroom der Firma Buffet Crampon, ehemals Wenzel Meinl.

Neujahrskonzert

Melton Tuba Quartett macht Geretsrieder Instrumentenbauer alle Ehre

Melton/Meinl-Weston-Tuben stehen im Buffet Crampon-Showroom im Mittelpunkt. Passend dazu gab das Melton Tuba Quartett dort ein Neujahrskonzert.

Geretsried – Auf 30 Jahre Bandgeschichte können die vier Tubisten des Melton Tuba Quartetts mit Stolz zurückblicken. Seit 30 Jahren haben sie auch eine enge Beziehung zu Geretsried. Denn wie es der Zufall wollte, spielten alle vier Profimusiker, als sie sich kennenlernten, Melton/Meinl-Weston-Tuben, hergestellt in Geretsried. Als sie sich zum Quartett formierten, kam die Idee auf, „Melton“ als Bandnamen zu nutzen. Firmenbesitzer Gerhard Meinl gab seinerzeit sein Okay dazu („Find’ ich gut“) und vertraute darauf, dass der Name seines inzwischen 200 Jahre alten Familienunternehmens gebührend vertreten würde. So kam es auch.

Das Melton Tuba Quartett spielt auf internationalem Parkett mit vier Spitzenmusikern der größten deutschen Sinfonie-Orchester und Philharmonien. Auf dem Neujahrskonzert am Montagabend im Showroom des heutigen Unternehmens Buffet Crampon kamen geladene Gäste, darunter Bürgermeister Michael Müller und Vertreter aus der regionalen Politik und Wirtschaft sowie Mitglieder des Rotary Clubs Wolfratshausen-Isartal. Für das Rotary-Sozialprojekt „Hilfe für Analphabeten in Kenia“ wurden 2000 Euro Spenden im Körbchen gesammelt.

Vier Männer an der Tuba begeisterten beim Neujahrskonzert im Showroom der Firma Buffet Crampon, ehemals Wenzel Meinl.

Wie klingen nun vier Tuben bei Swing, Balkan-Pop, Samba und sinfonischen Werken großer Komponisten? Wenn nicht das Melton Tuba Quartett, wer sonst könnte aus den „Elefanten der Blechblasmusik“ solch filigran, virtuose Musik in verschiedenen Stilrichtungen zaubern. Mit dem bärigen Bass-Sound der Kontrabass-Tuba bis zur feinsten Nuancierung hoher Töne aus der Piccolo-Tuba präsentierten die preisgekrönten Musiker berühmte Klassiker: Professor Jörg Wachsmuth, Solotubist der Dresdner Philharmonie, und Hartmut Müller, der seit 1988 am Wuppertaler Sinfonieorchester engagiert ist. Professor Ulrich Haas lehrt an der Universität der Künste in Essen und gehört zu den Duisburger Philharmonikern. Und Heiko Triebener, ein Mitglied der Bamberger Symphoniker der Bayerischen Staatsphilharmonie.

Zwischen der Musik erfuhr das Publikum heitere Anekdoten aus einem Streifzug durch 30 Jahre Bandgeschichte. Etwa über die Suche nach geeigneter Literatur für reine Tubisten-Ensembles, die sich einst schwierig erwies, und über dubiose Arrangements von Komponisten, die nur den Kopf schüttelten, wenn dieses Ensemble wieder einmal eine völlig unkonventionelle Idee hatte. Dazu gehörte etwa das „Ballett der unausgeschlüpften Küken“ aus Modest Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“, in diesem Fall quasi der musikalisch interpretierte „T-Rex aus der Eierschale“. Zwischen „Mission Impossible“, dem „Rosaroten Panter“ und James Bond-Filmmusik gab es Ausschnitte aus Werken von Dimitri Schostakowitsch und Johann Strauss zu hören. Das Melton Tuba Quartett hat die reine Tuba-Musik salonfähig gemacht und aus dem Nischendasein geholt. Das war die Spitzenliga der Blasmusik in Geretsried. Andrea Weber

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