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Die besten Schafkopf-Spieler (v. li.) Dritter Rol and Amtmann, Zweiter Roland Kaffl, Festwirtin Claudia Fahrenschon, Sieger Paul Wirth und Veranstalter Sepp Hundegger.

Waldsommer

Merkur kürt den Schafkopfmeister

124 Teilnehmer aus dem Landkreis, aus München und dem Umland kartelten am Samstagvormittag die Besten unter sich aus. An 31 Tischen wurde im Bierzelt auf dem Geretsrieder Waldsommer in Vierergruppen die Schafkopfmeisterschaft des Münchner Merkur ausgetragen.

Geretsried –Die Siegerprämie in Höhe von 500 Euro strich Paul Wirth aus Bad Wurzach ein. 59 Punkte und sieben Soli erreichte der passionierte Spieler. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Roland Kaffl aus Hausham (45 Punkte, zwei Soli) und Roland Amtmann aus München (43 Punkte, acht Soli). Auf Platz vier der erfolgreichste Landkreisbürger: Michael Holzer aus Degerndorf (39 Punkte, ein Tout, drei Soli).

Filztasche voller Lebensmittel

Für die 45 besten Teilnehmer gab es Geld- und Sachpreise. Henryk Kostrzewa aus Wolfratshausen (Platz 14) zum Beispiel entschied sich für eine randvoll mit Lebensmitteln gefüllte Filztasche. „Darüber freut sich meine Frau daheim, wenn ich schon den ganzen Vormittag nicht da bin“, meinte er mit einem Lachen. Er sei aber keiner jener Schafkopfer, die von Turnier zu Turnier reisen und die weniger routinierten Mitspieler böse anschauen, wenn diese einen Fehler machen, sagt der Wolfratshauser. Er spiele „wegen der Gaudi“. Es gebe heute viel weniger Gelegenheiten als früher, wo in den Gasthäusern immer an mindestens einem Tisch gekartelt worden sei. Die Erfahrung hat auch Bernhard Ücker, Wirt der Geretsrieder Gaststätte Isarwinkel gemacht. An seinem Vierertisch flogen die Asse, die Neuner, die Ober, die Unter und die anderen Karten des Bayerischen Blatts nur so. Schafkopfen sei ein schneller und ein anspruchsvoller Sport, erklärte Ücker, voll in seinem Element.

Frauenquote kann sich sehen lassen

Etwa Dreiviertel der Turnierteilnehmer waren Männer, ein Viertel Frauen. 90 Prozent kämpften nicht nur um Punkte, sondern hatten auch noch eine Schale mit Münzen in ihrer Mitte stehen. Um Geld zu spielen, mache einfach mehr Spaß, sagen sie. Ihren Spaß hatten dem Eindruck von Organisator Sepp Hundegger nach alle an diesem Samstagvormittag. Er ging während des Turniers von Tisch zu Tisch, um eventuelle Fragen zu beantworten, aber meist blieb er eher auf einen kurzen Ratsch stehen. Denn gut die Hälfte der Schafkopfer aus Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim, Weilheim, Starnberg, Freising, Dachau, Fürstenfeldbruck und München kannte er. Die treuen Wettkampfbesucher seien froh, dass das bayerische Kulturgut bei solchen Schafkopfrennen aufrecht erhalten werde, sagt Hundegger.

Tanja Lühr

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