Von einer Fußverletzung wurde Naturbahn-Rodlerin Michaela Niemetz aus Geretsried in diesem Winter zurückgeworfen. Im Weltcup belegte sie am Ende Rang 15.
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Von einer Fußverletzung wurde Naturbahn-Rodlerin Michaela Niemetz aus Geretsried in diesem Winter zurückgeworfen. Im Weltcup belegte sie am Ende Rang 15.

Wintersport

Michaela Niemetz: „Komme auf weichem Eis besser zurecht“

  • Thomas Wenzel
    vonThomas Wenzel
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Die Geretsrieder Naturbahn-Rodlerin zieht eine durchwachsene Bilanz: Mit ihren Starts im Weltcup war sie zufrieden, mit dem Abschneiden bei der WM weniger.

Geretsried – Eine durchwachsene Saison erlebte Naturbahn-Rodlerin Michaela Niemetz im vergangenen Winter. Am Ende ergatterte die 27-Jährige 132 Weltcup-Punkte und belegte in der Gesamtwertung Rang 15 unter 27 Teilnehmerinnen. Sportredakteur Thomas Wenzel sprach mit der Hörgeräteakustik-Meisterin aus Geretsried.

Frau Niemetz, wie geht’s? Ist für Sie die Saison schon endgültig zu Ende?

Wir hatten zuletzt noch ein paar Trainingseinheiten, aber keine Wettkämpfe mehr. Aber in Italien und Südtirol hatte es zuletzt noch einmal ordentlich geschneit, da wären noch Rennen möglich gewesen.

Wie haben Sie die Saison erlebt? War es wegen Corona recht turbulent?

Am Anfang war es schon chaotisch. Aber als dann alles geregelt war, ist es sehr strukturiert abgelaufen. Dass die Wettbewerbe blockweise an einem Ort stattgefunden haben, war sehr gut. Dadurch konnte man sich besser auf die jeweiligen Bahnen sowie Eis- und Wetterverhältnisse einstellen.

Aber leider ohne Fans ... .

Ja, das war natürlich schade, dass diese Saison dann ganz ohne Publikum stattfinden musste.

Wie sieht Ihre sportliche Bilanz aus?

Durchwachsen. Bei den ersten beiden Weltcup-Starts war ich dabei, aber beim dritten und vierten Termin musste ich verletzungsbedingt passen.

Was war passiert?

Ich war gestürzt und hatte mir eine Prellung am Sprunggelenk zugezogen.

Sie sind dann aber zurückgekommen ...

Ja, beim fünften und sechsten Rennen war ich wieder dabei. Denn ich wollte ja unbedingt bei der Weltmeisterschaft in Umhausen/Österreich starten – das war mein großes Ziel.

Das hat ja dann auch geklappt ...

Mehr oder weniger. Mit meinem Abschneiden im Weltcup war ich ja zufrieden, aber mit dem 16. Platz bei der WM nicht.

Woran lag es?

Ich sag mal: an den Temperaturen. Ich komme nun mal auf weichem Eis besser zurecht. Und in Umhausen war es grimmig kalt und das Eis entsprechend hart.

Wie geht’s jetzt weiter? Haben Sie jetzt Pause?

Nein, nur ganz kurz, dann geht es sofort wieder los mit den ersten Leistungstests. Und die Termine für das gemeinsame Training im Sommer mit der ganzen Nationalmannschaft stehen auch schon fest. Ansonsten trainiere ich halt für mich selbst drei- bis fünfmal in der Woche.

Gibt es ein Fernziel?

Im Verband ist man ganz auf das Jahr 2026 fokussiert, denn da soll Naturbahnrodeln erstmals olympisch werden.

Sie wollen also auf jeden Fall Ihrer Karriere fortsetzen?

Ja, ich möchte schon gerne weitermachen. Letztlich muss ich halt schauen, wie sich der zeitliche Aufwand mit meinem Beruf verträgt.

Und haben Sie noch genug Zeit, sich in der Ortsgruppe des THW in Geretsried zu engagieren?

Ja, das klappt schon. Auf jeden Fall wird mir nie langweilig (lacht).

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