Quasi fühlt sich wohl im Schwarm. Seit zehn Monaten ist der Nymphensittich (li.) zusammen mit den anderen Tieren in der großen Voliere – zur Freude von Ingrid Brauner. Foto: sh

Minosch, der neue Freund an Quasis Seite

Geretsried - Quasi ist nicht mehr allein: Der Nymphensittich hat zu seinen gefiederten Freunden in die Voliere zurückkehren dürfen. Vor einem Jahr sah das noch anders aus:

Als unsere Zeitung damals zehn Minuten im Geretsrieder Vogelhaus verbrachte, suchte Ingrid Brauner vom Kleintierzüchterverein für den einsamen Vogel im besten Alter eine Gefährtin. Mit Quasi ist das so eine Sache. Er ist Single - und außerdem sehr wählerisch. Isolde ließ er abblitzen, und auch die Avancen von Olivia ließen ihn kalt.

Quasi verschmähte nicht von Anfang alle Vogelfrauen. „Haben sich zwei Nymphensittiche gefunden, bleiben sie ein Leben lang zusammen“, sagt Brauner, die jeden Tag im Vogelhaus sauber macht. Das galt auch für Quasi. Seiner Partnerin hielt er die Treue. Dann starb die Frau an seiner Seite, und Quasi vereinsamte. Ingrid Brauner wollte Quasi mit einer neuen Sittich-Dame zusammenbringen, doch der Witwer vergraulte alle Weibchen im Schwarm. Auch der Versuch, ihn mit Tristan und Isolde zu verkuppeln, scheiterte. „Er ging nicht auf die Annäherungsversuche ein“, sagt die Geretsriederin. Der Aufenthalt im Käfig des Pärchens gefiel Quasi so gar nicht. Eindringlich rief er nach seinen 40 Artgenossen.

Zu ihnen durfte der zurückhaltende Nymphensittich nun zurückkehren. Denn seit ein paar Monaten gibt es jemanden, der beharrlich den Kontakt zu ihm sucht. Sittich-Mann Minosch gefällt der Vogel im grau-weißen Federkleid mit den blass roten Wangenflecken. Immer wieder rückt er in der Voliere zu seinem Herzblatt auf und zupft ihn mit dem Schnabel am Gefieder. Zum Turteln hat Quasi zwar noch keine Lust, aber immerhin duldet er den neuen Freund an seiner Seite.

(nej)

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