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Er gibt die besten Pässe: Benedikt May (li.) hat bereits 16 Mal Vorlagen für Tore der River Rats gegeben.

Eishockey

„Mit 40 Punkten ist man sicher drin“

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Die Bayernliga-Saison geht in die vorentscheidende Phase. Im Gespräch mit der Sportredaktion äußert sich ESC-Coach Ludwig Andrä zu den Chancen der River Rats auf Platz acht, körperbetontes Spiel und starke Schlussdrittel

Geretsried – Sechs Spiele hat das Geretsrieder Eishockeyteam in der Bayernliga-Rückrunde bereits absolviert, sieben Partien stehen bis zum 14. Januar noch auf dem Programm. „Wir haben ein Ziel, und das heißt: Verzahnungsrunde mit der Oberliga“, stellt ESC-Trainer Ludwig Andrä klar. Sein Team ist an diesem Freitag spielfrei und muss am Sonntag bei der EA Schongau ran. „Diese Partie wird richtungsweisend sein“, sagt der 45-Jährige. „Wenn wir in Schongau gewinnen, dann bin ich mir sicher, dass wir am Ende unter den ersten Acht sein werden.“

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Andrä zufrieden. „Es läuft gut, und Durchhänger hat jede Mannschaft mal“, so der frühere Tölzer Bundesliga- und Oberliga-Stürmer. Besonders auswärts habe sein Team meist überzeugt – mit Ausnahme der jüngsten 3:7-Niederlage in Dorfen. „Daheim sind wir nicht immer souverän aufgetreten, außer zuletzt beim 5:1 gegen Germering“, stellt Andrä fest. Tatsächlich rangieren die River Rats allerdings in der Heimtabelle der Bayernliga auf Rang sechs, im Auswärtstableau auf dem siebten Platz.

Interessant auch die Zahlen, die die Spielverläufe des Tabellensiebten wiedergeben: Wäre eine Begegnung nach dem ersten Drittel beendet, wäre der ESC Siebter. Einen Durchhänger offenbart das Team im zweiten Abschnitt mit dem zwölften Platz. Und im Schlussdrittel drehen die River Rats dann häufig richtig auf (Rang drei). „Ja, diese Statistik bestätigt, dass mein Team einen guten Spirit und Charakter hat“, freut sich Andrä.

Dass seine Schützlinge ihre bislang insgesamt 116 Minuten in Überzahl (Platz zwei hinter dem EV Füssen) nicht effektiv genutzt haben, ficht den ESC-Trainer nicht an: „Dafür haben wir 25 Tore im Powerplay geschossen, das ist der viertbeste Wert der Liga.“ Als Topscorer und Top-Torjäger erweist sich nach wie vor Ondrej Horvath, der in 17 Begegnungen 26 Punkte und 15 Tore verbuchte; bester Vorlagengeber ist Benedikt May (16 Assists).

Ludwig Andrä, Trainer der Geretsrieder River Rats

Überrascht ist der B-Lizenz-Inhaber, dass die River Rats mit insgesamt 288 Strafminuten hinter dem EV Moosburg die zweitfairste Mannschaft der Bayernliga ist: „Aber nicht bei den Zwei-Minuten-Strafen, da haben wir 248 Minuten.“ Sein Team verbucht allerdings weniger Disziplinarstrafen als die Konkurrenz. Den Eindruck, die Mannschaft spielt vor allem im eigenen Stadion (Zuschauerschnitt: 340) nicht körperbetont genug, teilt Andrä: „Da können wir uns verbessern. Aber es ist auch nicht einfach, weil die Schiedsrichter so unterschiedlich pfeifen.“ Ihm sei es jedoch lieber, ein Spieler werde womöglich wegen eines zu harten Checks bestraft, als wegen Beinstellens oder Hakens mit dem Schläger (Strafbankkönig: Stephan Englbrecht mit 40 Minuten).

Für die ausstehenden Partien in der Fremde (Schongau, Pegnitz, Füssen, Passau) und im eigenen Stadion (Höchstadt, Erding, Buchloe) ist der Trainer zuversichtlich. „Wir treten noch gegen alle unsere Kontrahenten um den achten Platz an“, so Andrä. Und eine Hochrechnung hat der gelernte Bank- und Immobilienkaufmann auch schon aufgestellt: „Mit 40 Punkten ist man sicher drin in der Verzahnungsrunde. Aber es kommt drauf an – in einer Bayernliga, die so ausgeglichen ist, reichen auch schon 36 oder 37.“

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