Eltern und und Kinder beim Sommer-Picknick im Garten des Mütterzentrums.
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Eltern und und Kinder beim Sommer-Picknick im Garten des Mütterzentrums.

MüZe meldet sich zurück

Mit einem Sommer-Picknick läuft der Betrieb im Mütterzentrum wieder an

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    VonSabine Hermsdorf-Hiss
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Zurück aus der Zwangspause: Das Geretsrieder Mütterzentrum hat wieder eingeschränkt geöffnet.

Geretsried – „Endlich“ war von allen Seiten zu hören, als das Mütterzentrum (MüZe) seine Pforten zum ersten offenen Juli-Treff aufschloss. Sofern das Wetter mitspielt, soll das Sommer-Picknick jeden Montag und Mittwoch zwischen 15 und 17 Uhr im Garten der Einrichtung an der Adalbert-Stifter-Straße stattfinden. Alle sind willkommen – ganz gleich, ob sie davor bereits mit dem MüZe Kontakt hatten oder nicht.

„Wir haben heute Draußenspieltag und nicht Drinnenspieltag“, versucht MüZe-Mitarbeiterin Ilse Beigel ihrem Enkel klar zu machen. Der fände die im Mütterzentrum verborgenen Spielsachen sehr viel interessanter als das Bobbycar im Garten. Der Grund für den „Außenspieltag“ liegt auf der Hand: Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen sind noch nicht vorbei. „Aber wir freuen uns, dass es nach so langer Zeit wieder anläuft“, sagt Beigel und zieht die Jalousien hoch. „Sonst sieht das ja so aus, als ob wir gar nicht da sind.“

Nicht jeder komme bis zur Haustür, um das Schild zu lesen, dass alle draußen im Garten sind. Die ersten Mütter – mit Babys auf dem Arm und Kleinkindern an der Hand – treffen ein. Allenthalben herrscht Erleichterung. Eine junge Mama schaut sich um. „Ich hoffe, dass ich hier andere junge Mütter kennenlerne“, sagt die 23-Jährige und streicht ihrer erstgeborenen Tochter Sofia (14 Monate) über das Gesicht. In Pandemiezeiten Mama zu werden, bedeutet keine Mutter-Kind-Gruppen, keine Still- und Krabbelgruppen und auch kein Treffen auf einen Kaffee, um sich auszutauschen. „Das hat einfach gefehlt“, stimmt ihr Julia Salti zu. Vor einem Jahr ist die 26-Jährige zum dritten Mal Mutter geworden. Die Kleine heißt ebenfalls Sofia. Die Mama ist zwar im MüZe durch ihre ersten beiden Töchter bereits bekannt, aber wenn nichts stattfinden darf, hilft das auch nicht weiter. „Ostern, Nikolausfeier, Laternenumzug – das fiel ja alles weg“, bestätigt Ilse Beigel.

Die mittlerweile sechs Kinder und ihre Mütter gehen in den Garten. Berührungsängste sind hier fremd. Lilia (2) testet die grüne Rutsche, die beiden Sofias krabbeln nebeneinander durchs Gras. Auch die Mütter haben keinerlei Berührungsängste. Egal welcher Herkunft, jede Mama kommt sofort mit der anderen ins Gespräch. „So soll es sein“, freut sich Beigel.

Doch die Frage ist: Wie soll man „nachkommende Mütter“ und auch Helfer erreichen. „Gerade Letztere gehen uns ab“, bedauert die langjährige MüZe-Mitarbeiterin. Sie waren bis zum Lockdown nicht nur bei der Vorkindergartengruppe „Sonnenkäfer“, sondern auch bei den Kaffeetreffs eine unentbehrliche Stütze. „Viele haben sich eine andere Beschäftigung gesucht oder sind andere Verpflichtungen eingegangen“, zeigt Beigel Verständnis. „Und die Kinder sind ja auch älter geworden.“ Mit anderen Worten: Wer helfen will, ist willkommen.

sh

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