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Kein schönes Örtchen: Die Toiletten in der Karl-Lederer-Mittelschule. 

Bauausschuss

Mittelschule bekommt neue Toiletten

Die Toiletten und das Leitungsnetz in der Mittelschule entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand. Eine Sanierung ist dringend nötig, hieß es im Bauausschuss.

Geretsried – Auf den ersten Blick sind die Toiletten in der Karl-Lederer-Mittelschule an der Johann-Sebastian-Bach-Straße gut in Schuss. „Bei genauerer Überprüfung ist das allerdings nicht so“, sagte Stadtarchitekt Christian Müller in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag. Eine umfassende Sanierung sei dringend erforderlich. Ein erstes Konzept stellte Christian Gross vom Ingenieur-Büro Duschl aus Rosenheim vor.

Das Leitungswasser im Schulgebäude ist längst nicht mehr trinkbar. Die Rohre sind korrodiert, Ventile undicht, Kaltwasserleitungen nicht mehr isoliert. Das Netz entspreche keineswegs dem heutigen Stand. „Wir müssen unbedingt schauen, dass wir das saniert bekommen“, sagte Gross.

Alles muss neu gemacht werden

Mit der Eröffnung der Schulmensa wurde die letzte große, investive Baumaßnahme an der Mittelschule im Herbst 2011 abgeschlossen, berichtete Müller. Seitdem habe man einige Sanierungsmaßnahmen zum Gebäudeunterhalt durchgeführt. Aus Kostengründen sei in den WC-Bereichen jedoch nie etwas gemacht worden. Nun soll die Sanierung geplant werden, sodass sie in den kommenden Sommerferien durchgeführt werden kann. Die Maßnahme innerhalb von sechs Wochen abzuschließen, werde allerdings „äußerst eng“, gestand Gross. Die geschätzten Kosten liegen bei 750 000 Euro.

Aus Gründen der Hygiene und der Sicherheit sei es erforderlich, Wand- und Bodenfliesen, Trennwände, Sanitäreinrichtung, Heizungen sowie das gesamte Trinkwasser- und Abwassernetz zu erneuern. Zudem solle eine neue Lüftungsanlage montiert werden. Einige Toilettenräume würden bereits als Abstellkammer genutzt, da nicht alle gebraucht werden. Sie sollen daher reduziert werden. „Wir gehen von einer Halbierung der Sanitäreinrichtungen aus“, erklärte Gross. Das ziehe auch eine Anpassung der Abwasserrohre mit sich, was noch berechnet werden müsse.

Künftig weniger Waschbecken

Künftig soll es nur noch dort Wasser geben, wo es gebraucht werde. Die Waschbecken in den Büroräumen werden laut Gross abmontiert. Heißes Wasser gebe es zudem nur noch in der Teeküche, im Sanitäts- und im Putzraum. Vorgesehen ist zusätzlich eine automatische Spülvorrichtung des Leitungsnetzes in jeder Etage.

Die Ausschussmitglieder erkannten die Notwendigkeit der umfassenden Sanierung an und entschieden, dass eine Entwurfsplanung mit Kostenberechnung erarbeitet und dem Stadtrat vorgelegt werden soll. sw

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