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„Ein beson derer Jahrgang“: 36 Schüler der zwei M-10-Klassen nahmen Abschied von der Mittelschule an der Adalbert-Stifter-Straße.

„Es fällt schwer, euch loszulassen“

Mittelschule Geretsried: M-10-Klassen feierlich entlassen

„Ein ganz besonderer Jahrgang“, so Rektorin Magdalena Singer, verlässt mit den beiden M-10-Klassen heuer die Geretsrieder Mittelschule.

Geretsried – In bester Lage sei er im ersten Stock des Schulhauses herangereift, bei der Klassenfahrt an den Gardasee habe er die letzte Süße erhalten, verglich Singer die Schüler mit einem guten Wein.

36 fesch herausgeputzten jungen Damen und Herren überreichte die Schulleiterin am Freitagvormittag in der Aula des Adalbert-Stifter-Hauses das Zeugnis der Mittleren Reife. 17 von ihnen haben einen Ausbildungsplatz, zehn gehen ab September auf die Fachoberschule oder auf Berufsfachschulen, drei absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), der Rest ist noch unentschlossen.

Gute Ratschläge für die Absolventen

Sie alle ermunterte Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller in seinem Grußwort, ihre umfassende Bildung zum Wohl der Gesellschaft einzubringen: „Setzen Sie sich ein für die Demokratie. Sie ist der Garant für Frieden.“ Monika Garreis vom Elternbeirat der Mittelschule wünschte allen Berufsanfängern einen Arbeitsplatz, an dem sie etwas Sinnvolles tun können und der ihnen zumindest ab und zu Freude bereite.

Als besonderen Jahrgang bezeichneten auch die beiden Klassenlehrer Hubert Schenk und Florian Kropius ihre 10a beziehungsweise 10b. Schenk sagte, er habe in 37 Jahren als Lehrer an der Mittelschule noch nie eine Klasse gehabt, mit der es so viel Spaß gemacht habe. „Um euch mache ich mir ab heute keine Sorgen mehr“, sagte er zu seinen scheidenden Schülern.

Eine außergewöhnliche Gemeinschaft

Kropius leitete eine Klasse, in der zehn Nationalitäten vertreten waren. Außerdem kamen einige Schüler aus anderen Orten wie Königsdorf oder Dietramszell, wo sie zuvor an den jeweiligen Mittelschulen ihren Qualifizierenden Schulabschluss gemacht hatten. Trotzdem sei man zu einer außergewöhnlichen Gemeinschaft zusammengewachsen. „Es fällt schwer, euch loszulassen“, gestand der Klasslehrer.

Vier Schülervertreterinnen bedankten sich wiederum auf sehr herzliche Art bei den beiden Pädagogen für die tolle Zeit mit ihnen, für ihren Humor und ihr persönliches Interesse an jedem einzelnen Schüler.

Schülersprecherin Julia Kulschar, die sich ebenfalls unter den diesjährigen Absolventinnen befindet, empfahl schließlich allen Nachfolgenden, sich um das Amt des Schülersprechers zu bewerben. Es mache einfach Spaß, das Zusammenleben an der Schule zu verbessern. 

Tanja Lühr

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