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Wie Michael Jackson: Sechstklässler Aslan . 

Talentwettbewerb

„Die Mittelschule sucht den Superstar“ für mehr Selbstbewusstsein

„Die Mittelschule sucht den Superstar“: Beim gelungenen Talentwettbewerb im Stifter-Haus gab es einen Mehrwert.

Geretsried – Der Gewinner 2018 heißt: Leon. Aus rund 20 Schülern aller Klassen hat die Mittelschule am Freitag vor den Faschingsferien ihren Superstar ausgewählt. Zum vierten Mal fand die beliebte Veranstaltung „Die Mittelschule sucht den Superstar“ unter der Leitung von Konrektor Florian Kropius in der Aula des Stifter-Hauses statt. Die Kandidaten aus den fünften bis zehnten Klassen sangen, tanzten, spielten ein Instrument oder traten als kleine Band auf.

Leons Darbietung fing vielversprechend an. Doch nach zwei Dritteln seines Songs hatte der Fünftklässler plötzlich einen Black-out auf der Bühne. Er konnte und wollte nicht mehr weitersingen. Die 450 Schüler im Publikum ermunterten ihn so lange und begeistert, bis er schließlich doch noch einmal zum Mikro griff und den von ihm einstudierten – passenden – Titel „Ich bin doch keine Maschine“ von Tim Bendzko zu Ende brachte. Die Erleichterung und der Stolz standen dem Jungen ins Gesicht geschrieben. Den „MSDS“-Sieg hat er sich wegen seines Könnens, aber auch wegen seines Muts verdient.

Mit Pfiffen und kräftigem Applaus motivierten die Zuschauer die Talente auf der Bühne im Stifter-Haus.

Nicht nur Leon sowie die Zweitplatzierte Donika (Gesang) und der Drittplatzierte Daniel (Klavier) zeigten ganz beachtliche Leistungen. Sechstklässler Aslan zum Beispiel lieferte eine perfekte Michael-Jackson-Parodie ab. Amarildo aus der achten Übergangsklasse überzeugte die Jury mit seiner Breakdance-Show und Stella aus der Sechsten traute sich, ganz alleine zu tanzen. Die achten und neunten Klassen hatten zusammen mit Musikpädagoge Erich Mayer das Theaterstück „The Wall“ einstudiert, in dem jeder Akteur sein individuelles Talent unter Beweis stellen konnte.

„Am Ende waren sie alle Gewinner – die Stars und die Zuschauer, die ihre Mitschüler auf der Bühne so toll unterstützt haben“, lobte Kropius seine Schützlinge.

„MSDS“ gehört zu den vielen Talentförderungsprojekten an der Mittelschule. „Hier haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Stärken außerhalb des Unterrichts zu entdecken, sie auszubauen und zu zeigen“, sagt Rektorin Magdalena Singer. Etwa ein halbes Jahr lang hätten die Schüler sich mit Unterstützung von Musiklehrer Kropius und des externen Musikpädagogen Mayer vorbereitet. Manche hätten auch ganz ohne Anleitung geübt. Eine Gruppe Mädchen habe immer während der Pause an ihrer Hip-Hop-Nummer gearbeitet.

Die Talentshow, die den ganzen Freitagvormittag über stattfand, interessierte sogar eine Dozentin und einen Doktoranden der Universität Erlangen. Sie evaluierten das Projekt, indem sie die Schüler vor und nach ihren Auftritten befragten. Die langfristige Wirkung sieht Kropius jedes Mal nach der Show im Schulalltag: Die „Superstars“ seien insgesamt anerkannter in den Klassen. Ihr neu erworbenes Selbstbewusstsein schlage sich im Idealfall in den schulischen Leistungen nieder, sagt er. tal

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