+
Des Deutschen liebstes Kind: Für Autohändler sind die Mobilitätstage in der Innenstadt eine gute Imagewerbung.

Im Zentrum

Mobilitätstage bieten echte Pferdestärken für die Kleinen

Ob zu Fuß, hoch zu Pferd oder per (Elektro-) Fahrrad: „Geretsried bewegt sich“, hieß es am Wochenende wieder im Zentrum. Der Einzelhändlerverein ProCit und der Motorsportclub (MSC) hatten zu den 3. Geretsrieder Mobilitätstagen eingeladen.

Geretsried Fröhliches Treiben herrschte am Samstag auf dem Karl-Lederer-Platz und an der Egerlandstraße. ProCit-Sprecher Ludwig Schmid beobachtete es mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die „Mobi-Tage“, wie Schmid sie liebevoll nennt, hätten sich inzwischen zu einer echten Familienveranstaltung mit Besuchern aus der ganzen Region gemausert, sagt er. Dass sie höchstwahrscheinlich in den kommenden ein bis zwei Jahren ausfallen müssen, findet Schmid schade. Während der Zentrumsneugestaltung und der damit verbundenen Großbaustelle sei eine Verlegung aber schwierig.

Die Zwangspause würden auch die Autohändler bedauern. „Für uns ist die Ausstellung mitten in der Stadt eine tolle Imagewerbung“, sagte Florian Billion vom gleichnamigen VW-Autohaus. Der Münsinger Mazda-Händler Sebastian Graf bestätigte, dass man zwar nicht unbedingt immer Käufer gewinne, aber zumindest einige Interessenten, die später auf eine Probefahrt ins Geschäft kommen würden. Es gehe darum, Kontakte zu pflegen, Präsenz zu zeigen und zum Beispiel mit einem schicken, neuen MX-5 RF für die Marke zu werben, sagte Graf.

Auf‘s E-Bike steigt man schneller mal ...

Werbung machte auch Rudi Utzinger vom Intersport-Laden für die E-Mountainbikes, die er seit Kurzem führt. „Jeder, der damit eine Runde dreht, ist begeistert“, berichtete er. Die Fahrräder, die mit Elektromotor 25 Kilometer in der Stunde schaffen, seien „der Renner“. Ob Sportler oder Freizeitpedalist – man verbessere seine Fitness, weil man die motorgestützten Bikes einfach viel öfter benutze als ein normales Rad.

Auf echten PS fühlten sich dagegen die jüngsten Besucher der Mobilitätstage am wohlsten. Manuela Ehrhardt vom Reitstall Ehrhardt aus Gelting hatte am Samstag drei ihrer braven Shetland-Ponys mitgebracht. Etwas abseits vom Trubel durften die Kinder für einen Euro auf ihnen reiten. „Mir gefällt es, dass wir hier so viel machen können“, sagte die achtjährige Maya aus Egling. Sie habe zuvor schon am Stand der Wolfratshauser Malschule „Klecks“ ein Bild gemalt – und jetzt freue sie sich auf eine Pizza von Gustavo Gusto.

Pizza aus der eigenen Stadt

Die Pizza made in Geretsried, zubereitet von Daniele Sangermano von der „Bar Daniele“ an der Sudetenstraße, gab es erstmals bei den Mobilitätstagen. Die Food-Trucks vom vergangenen Jahr habe er nach dem damaligen verregneten Sonntag nicht noch einmal zur Teilnahme überreden können, berichtete Ludwig Schmid. Eine Premiere war auch die Großfahrzeug-Schau. Technisches Hilfswerk und Feuerwehr präsentierten ihre Einsatzfahrzeuge. Andreas Wieszensz von der Freiwilligen Feuerwehr Geretsried erklärte Interessierten, was der neue Wechsellader alles kann. Für die Feuerwehr sei das eine gute Gelegenheit zur Imagewerbung.

An beiden Tagen waren Aufführungen auf der eigens aufgebauten Bühne am Karl-Lederer-Platz geboten. So bewies ein Rollstuhl-Tanzpaar aus München, organisiert vom Arbeitskreis für Menschen mit Behinderung, auf beeindruckende Art, dass Mobilität und Sport trotz Handicap möglich sind.

Dass der Stadtlauf diesmal zeitgleich am Samstag stattfand, stellte für Schmid keine Konkurrenz, sondern eher eine Ergänzung dar. Das Sport-Event passe genau zum Motto „Geretsried bewegt sich“.

So schön waren die Mobilitätstage in Geretsried

Tanja Lühr

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

So soll Geretsrieds neues Zentrum aussehen
Der Bürgermeister spricht von einer ersten Herzkammer, der Architekt von einer Perlenkette. So oder so: „Puls G“ markiert den Beginn der Neugestaltung der Stadt.
So soll Geretsrieds neues Zentrum aussehen
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen AfD-Kandidat ein
Die Staatsanwaltschaft München II hat die Ermittlungen gegen den AfD-Direktkandidaten Constantin Leopold Prinz von Anhalt eingestellt.
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen AfD-Kandidat ein
Wolfratshausen will Fair-Trade-Kommune werden
„Der Weg ist das Ziel“, findet Dr. Ulrike Krischke. Sie will Wolfratshausen zur offiziellen Fair-Trade-Kommune machen. Wie steinig der Weg ist, berichtet sie im …
Wolfratshausen will Fair-Trade-Kommune werden
Malen gegen böse Träume: Nastarin Javadi und Fazel Sharifi im Porträt
In einer Serie stellen wir die Künstler vor, die heuer erstmals an der Wolfratshauser Kunstmeile vom 22. September bis 8. Oktober teilnehmen. Zum Schluss die jungen …
Malen gegen böse Träume: Nastarin Javadi und Fazel Sharifi im Porträt

Kommentare