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So viel los wie heuer war noch nie beim Weihnachtskonzert des Geretsrieder Gymnasiums in der Waldramer Kirche St. Josef der Arbeiter. 

Gymnasium Geretsried

Modern, poppig, schwungvoll

Wolfratshausen/Geretsried – Alle Jahre wieder: Das Weihnachtskonzert des Geretsrieder Gymnasiums hat das Publikum in Waldram beeindruckt.

Das große Weihnachtskonzert des Geretsrieder Gymnasiums in der Kirche St. Josef der Arbeiter in Waldram gehört seit Jahren zum festlichen Vorweihnachtsereignis. Freilich kommt deshalb immer viel Publikum. Was aber am Freitagabend los war, übertraf alles Bisherige.

Schnell noch schafften die Helfer Stuhlreihen herbei und bauten sie auf. Und diejenigen, die keinen Sitzplatz fanden, lauschten im Stehen. Gut so, denn was der Geretsrieder Musiknachwuchs alljährlich zu bieten hat, hat hohe Anerkennung verdient. Jedes Jahr gibt es ein neues Programm – und immer ist es voller Elan und Esprit: modern, poppig und schwungvoll.

Nur ein Lied wollte sich heuer thematisch so gar nicht ins Weihnachtsgeschehen einfügen: die Sternpolka. Was sie im Konzert zu suchen hatte, klärte Chorleiter Benedikt Jilek schnell auf. „Unsere Bläserklasse 6c spielt erst seit einem Jahr zusammen, da ist das Repertoire natürlich noch eingeschränkt“, sagte er.

Erst im Oktober hat das Gymnasium sein Bläserensemble der Jahrgangsstufe 5c gegründet. Es sind quasi die körperlich kleinsten Musiker an den volumenmäßig größten Instrumenten. Manche guckten gerade so hinter Euphonium, Saxofon, Posaune oder Trompete hervor. Dafür bliesen sie umso eifriger „Nikolaus, Nikolaus“ und „Morgen schon kommt das Christkind“ aus ihren Blechinstrumenten, in Begleitung von Klavier und Schlagzeug, geführt von Team-Chef Alfred Menzinger. Ihr Debüt haben die Jüngsten mit Bravour gemeistert.

Vermisst wurden heuer die GymGerries, die bisher jedes Jahr ihren Auftritt hatten. „Leider hat man uns für die Proben zwei Unterrichtsstunden gekürzt“, erklärte Jilek. Bühnensicher und erprobt führten vor allem der Kammerchor der Q 11 und Q 12 von Bernhard Zink, das Vokalensemble der Mittelstufe, der Große Chor und das Jugendsymphonieorchester der Schule durchs Programm. Im steten Wechsel präsentierten sie routiniert und sattelfest moderne und klassische Weihnachtslieder. Der gemeinsame „Candlelight Song“ vom Großen Chor und dem Jugendkammerorchester rührte das Publikum besonders. Dafür gab es anerkennende „Wow“-Rufe.

Dass am Ende die Bigband mit kernigem Jazzsound das Weihnachtskonzert ausklingen ließ, hat ebenfalls Tradition. Heuer spielten sie ein ganz bestimmtes Lied, das „Agua de Beber“. Der Grund: Die Bigband des Geretsrieder Gymnasiums hatte kürzlich beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ mit diesem formidablen Lied bayernweit den dritten Platz erreicht.

Andrea Weber

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