+
Die Preisträger des Fotowettbewerbs: (knieend v. li.) Gesamtsiegerin Christiane Kos, Leah Kube, die stellvertretend für ihre Schwester Janina den zweiten Preis entgegennahm, und die drittplatzierte Julia Baindl.

Fotowettbewerb

Das mögen Jugendliche an Geretsried

  • schließen

Das Waldfest, die Isar und verfallene Bunker: Der Fotoclub Geretsried hat mit dem Trägerverein Jugendarbeit einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Die eingesendeten Bilder können sich sehen lassen.

Geretsried – Ein Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche? In einer Zeit, in der junge Leute Spiegelreflex-Kameras eher als altmodischen Kram ihrer Eltern kennen, dafür aber mit ihren Smartphones alles und jeden knipsen für Facebook, Instagram und Co.? Der Geretsrieder Fotoclub wagte mit dem Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) das Experiment: Gemeinsam riefen sie Jugendliche dazu auf, fotografisch festzuhalten, was ihnen an ihrer Heimatstadt Geretsried gefällt. Am Donnerstag präsentierten TVJA-Geschäftsführer Rudi Mühlhans und Fotoclub-Chef Gerd Wellner in der Stadtbücherei die Sieger und Platzierten des Wettbewerbs „I love Geretsried“.

Jedes Bild zeigt Geretsried aus besonderer Perspektive

Er sei überrascht gewesen, „was da rausgekommen ist“, schickte Mühlhans in seiner Begrüßungsrede voraus, „denn jedes Bild zeigt eine besondere Perspektive auf Geretsried“. Dem diplomierten Sozialpädagogen gefielen die Ergebnisse so gut, dass er sogar daran denkt, einen Kalender mit den Bildern auflegen zu lassen – „das Einverständnis der Fotografen vorausgesetzt“.

21 Teilnehmer hatten rund 90 Fotos eingereicht, die sechs Juroren bewerteten. Gerd Wellner dröselte die eingereichten Arbeiten auf. „50 Prozent waren Handybilder, 40 Prozent der Fotografen Mädchen.“ Um allen Altersklassen Gewinnchancen zu geben, hatte die Jury die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt: bis 13 Jahre und von 14 bis 21 Jahre. „Acht der 20 besten Aufnahmen kamen von den Jungen, zwölf von den Älteren.“ Die Allerbeste war Christiane Kos. Ihre Aufnahme vom nächtlichen Waldfest beeindruckte die Juroren. Fotoclub-Boss Wellner gefiel besonders „die Bewegung, die das Bild vermittelt“. 

Onkel inspirierte zur Fotografie

Für Kos, durch ihren ebenfalls fotografierenden Onkel inspiriert, ist die Arbeit mit der Kamera mittlerweile ein Hobby geworden – erst recht, „nachdem mein Freund und ich uns im Sommer den ersten professionelleren Apparat gekauft haben“. Den Wettbewerb sah die 20-Jährige als „gute Gelegenheit, damit ein wenig herumzuprobieren“. Kleine Filme, die Kos noch mehr interessieren als ruhende Bilder, kann sie demnächst auch während des Sports drehen: Hauptgewinn war eine Actioncam der neuesten Generation.

Die Geretsriederin Janina Kube beeindruckte die Jury mit einer Aufnahme des Blauen Bunkers. Ein Gutschein über 250 Euro für den Einkauf in einem örtlichen Elektronikmarkt war ihr Lohn. Platz drei ging an die 19-jährige Julia Baindl. Sie ließ die Isar in einer Sonnenbrille spiegeln. Dafür gab’s einen Gutschein für Konzerttickets im Wert von 150 Euro. Auch die anderen Platzierten gingen nicht leer aus. Für sie gab’s Tickets für den Kletterwald am Blomberg und die Therme Erding, Bücher, Taschen und Handtücher.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Große Auszeichnung für den Geretsrieder Gymnasiasten Victor Vollmer
Da kann man nur den Hut ziehen: Der Geretsrieder Gymnasiast Victor Vollmer hat ein Stipendium an der weltbesten Musikakademie in Bosten.
Große Auszeichnung für den Geretsrieder Gymnasiasten Victor Vollmer
Autofreie Woche an der Karl-Lederer-Grundschule: “erfreulich gut angelaufen“
Die Autofreie Woche an der Karl-Lederer-Grundschule ist „erfreulich gut angelaufen“. Das übliche Chaos blieb aus.
Autofreie Woche an der Karl-Lederer-Grundschule: “erfreulich gut angelaufen“
Brutale Attacke bei Nachwuchs-Fußballspiel - Trainer mit klarer Ansage: „Ich bin da rigoros“
Bei einem Nachwuchs-Fußballspiel in Bayern ist ein Streit zwischen Jugendlichen eskaliert. Ein Spieler musste in eine Klinik gebracht werden. Jetzt drohen harte …
Brutale Attacke bei Nachwuchs-Fußballspiel - Trainer mit klarer Ansage: „Ich bin da rigoros“
Ehemaliges Lorenz-Areal: Baubeginn verzögert sich
Das Genehmigungsverfahren für das geplante Quartier auf dem ehemaligen Lorenz-Areal zieht sich. Der Bauherr rechnet nicht mehr mit einem Rohbaubeginn im Jahr 2020.
Ehemaliges Lorenz-Areal: Baubeginn verzögert sich

Kommentare