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Schütze des Ausgleichstreffer zum 2:2: Florian Kapfhammer (Nr. 22) rettete dem TuS Geretsried in Töging (hier eine Szene aus dem Hinspiel) einen Punkt.

TuS Geretsried

Moral stimmt, die Ausbeute auch

Geretsried - Die Fußballer des TuS Geretsried holen beim 2:2 in Töging zweimal einen Rückstand auf. Keeper Placentra pariert einen Elfmeter.

Zweimal holte der TuS Geretsried einen Rückstand auf. Zudem entschärfte Keeper Gianluca Placentra einen Elfmeter. Diese Leistung wurde am Samstag mit einem 2:2 (1:1) beim punktgleichen Konkurrenten FC Töging belohnt. „Meine Mannschaft hat die Rückschläge weggesteckt und Moral gezeigt. Mit dem Punkt bin ich sehr zufrieden“, sagte Florian Beham nach dem Match.

Der 33-jährige TuS-Coach schickte fast die gleiche Elf wie beim 3:2-Sieg vergangene Woche gegen Planegg ins Rennen. Lediglich Marinus Poschenrieder spielte von Beginn an für den erkrankten Moritz Fischer. Die Geretsrieder kamen schwer in die Gänge. Nach zwei Warnschüssen von Tim Fredlmeier (6.) und Thomas Deißenböck passiert es: Der 18-jährige Fredlmeier verwertete ein Zuspiel von Tim Bauernschuster zur 1:0-Führung der Innstädter (8.). „Wir müssen mehr machen“, forderte Beham von seinen Schützlingen, die zunächst aber weiter wie mit angezogener Handbremse agierten. Erst zehn Minuten vor der Halbzeit wurden die Gäste agiler und trauten sich mehr zu. Da sich aus dem Spiel heraus so gut wie keine Torchance ergab, musste jedoch eine Standardsituation herhalten: Ein von Hannes Huber ausgeführter Eckball (42.) landete genau bei Sebastian Schrills, der völlig unbedrängt per Kopfball zum 1:1 ausglich.

Gleich nach der Pause unterlief Siegfried Brandhofer ein Handspiel im Strafraum. Zum fälligen Elfmeter (50.) erschien Tögings Schlussmann Welder De Souza Lima am Kreidepunkt. Der Brasilianer schoss flach und durchaus platziert ins linke untere Eck. Aber TuS-Schlussmann Gianluca Placentra ahnte die Ecke und lenkte das Leder mit den Fingerspitzen um den Pfosten. „Ich wusste, dass ich am Ball war. Aber ich dachte im ersten Moment, dass er mir über die Finger ins Tor geglitten war“, sagte der 21-Jährige später. Erst als seine Teamkollegen jubelnd auf ihn zu liefen, realisierte er seine Glanztat.

Machtlos war Placentra beim erneuten Führungstreffer der Gastgeber durch den bissigen Fredlmeier auf Zuspiel von Alin Ionas. Nach dem erneuten Rückschlag tauten die Geretsrieder endgültig auf. Sie spielten selbstbewusster und zielstrebiger. Als der eingewechselte Christian Sacher einen Pass klug an die Strafraumgrenze zurücklegte, war Florian Kapfhammer zur Stelle und beförderte die Kugel mit Übersicht zum am Ende verdienten 2:2-Ausgleich ins Netz.

„Für uns war das ein Sechs-Punkte-Spiel. Da ist ein Zähler natürlich zu wenig. Aber wenn man die vielen Chancen nicht nutzt und dazu einen Elfer vergibt, hat man nicht mehr verdient“, stellte Tögings Coach Adam Gawron lapidar fest. Für Dirk Habian war es „das erwartete Kampfspiel. Wir haben zwar lange gebraucht, bis wir richtig eingestellt waren. Aber die Leistung wurde belohnt“, befand der Geretsrieder Co-Trainer.

Eduard Hien

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