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Dramatische Szenen spielten sich in der Asylbewerberunterkunft am Schulzentrum.

Brennpunkt neben dem Schulzentrum?

Mordversuch in Geretsrieder Asylheim: Jetzt spricht die Regierung

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Ein angetrunkener Nigerianer wirft ein Fahrrad durchs Fenster. Ein Afghane schlägt im Rausch einen Polizisten nieder. Zuletzt wird bekannt: Ein 25-jähriger Afghane soll versucht haben, seine schwangere Ehefrau zu erwürgen. Hat sich die Asylbewerberunterkunft am Geretsrieder Schulzentrum zu einem Brennpunkt entwickelt?

Geretsried – Verantwortlich für das Gemeinschaftsquartier, in dem aktuell rund 200 Personen leben, ist die Regierung von Oberbayern. Laut Pressesprecherin Verena Gros könne man zum gegenwärtigen Zeitpunkt „keine abschließende Aussage“ zu den genannten Vorfällen treffen. Einerseits würden unterschiedliche Konstellationen vorliegen. Andererseits seien weitere Behörden einbezogen, und die Vorgänge würden zudem polizeilichen Ermittlungsverfahren unterliegen. „Die Regierung von Oberbayern befindet sich in Prüfung und Abstimmung mit den weiteren Stellen, wie der zuständigen Ermittlungsbehörde, den Kreisverwaltungsbehörden und der Flüchtlings- und Integrationsberatung“, teilt Gros auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Die Interessen der Anwohner würden bei den Abstimmungen mit den weiteren Stellen „selbstverständlich“ mit einbezogen.

Die Pressesprecherin ergänzt, dass die Asylbewerberunterkunft an der Jahnstraße vor einiger Zeit in die Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften“ aufgenommen wurde. Es gebe eine eigene Gewaltschutzkoordinatorin; sie sei zusätzlich zum Unterkunftspersonal und der Flüchtlings- und Integrationsberatung regelmäßig vor Ort. Gleiches gelte für den zuständigen Unterkunftskoordinator der Regierung von Oberbayern.

Zufrieden mit dem Sicherheitsdienst

Ebenfalls greifbar ist ein Sicherheitsdienst – die „RD Solutions Security Services“, der seit April 2017 in der Gemeinschaftsunterkunft im Einsatz ist. Diesen hatten wie berichtet besorgte Schülereltern gefordert. „Pro Schicht setzt dieser seit Anfang Juli 2018 jeweils drei Personen ein.“ Mit dem Sicherheitsdienst sei die Regierung von Oberbayern zufrieden. Die Pressesprecherin: „Die Zusammenarbeit aller Beteiligten verläuft gut. Zudem konnten in der Vergangenheit keine größeren Zwischenfälle festgehalten werden.“

Der mit Abstand dramatischste Zwischenfall hat sich am 29. Juli ereignet. Ein 25-jähriger Afghane soll in der Unterkunft seine schwangere Ehefrau geschlagen und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Der Mann wurde am Montag festgenommen. Gegen ihn wird wegen versuchten Mordes ermittelt – der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Erkenntnisse, wie lange der Beschuldigte schon in Deutschland lebt, gibt es noch nicht, berichtet Andrea Mayer, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft München II, auf Nachfrage unserer Zeitung. Als Mordmerkmale legen die Anklagevertreter „Heimtücke und sonstige niedrige Beweggründe“ zugrunde. Zu den näheren Umständen der Festnahme des 25-Jährigen durch Einsatzkräfte der Operativen Ergänzungsdienste Weilheim, so Mayer, „können keine Angaben gemacht werden“.

Polizei hat ein Auge auf die Unterkunft

Die Stadt Geretsried wollte sich am Mittwoch nicht zu den Vorfällen äußern. Die Geretsrieder Polizei hat laut Dienststellenleiter Franz Schöttl „ein besonderes Auge auf die Asylbewerberunterkunft. Besorgte Bürger können jederzeit die Polizei unter der 110 anrufen“.

cce/peb/nej

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