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Musik als Ruhestifter: Geretsrieder Musikschüler während des vorweihnachtlichen Konzerts in Gelting.

Einstimmen im doppelten Sinn

Musikschule begeistert mit „Alpenländischer Weihnacht“

Geretsried – Für eine Weile zur Ruhe zu kommen in der hektischen Vorweihnachtszeit – dazu lud die Geretsrieder Musikschule in ihrer „Alpenländischen Weihnacht“ ein.

Die „Alpenländischen Weihnacht“ der Geretsrieder Musikschule konnten Besucher am Donnerstagabend in der Geltinger Kirche St. Benedikt erleben. Der Ort war mit seiner hervorragenden Akustik wie geschaffen dafür. „Diese Stunde ist mehr als ein Konzert oder eine Aufführung, sondern ein Dasein vor Gott“, sagte Musikschullehrerin Sissy Mayrhofer. Sie führte durch das Programm.

Mit einem gemeinsam gesungenen Lied stimmten sich die zahlreichen Besucher auf den Abend ein. Das Waldramer Blockflötenquartett unter Mayrhofers Leitung spielte ein „Intrada“, und im Anschluss kamen so gut wie alle Instrumente, die an der Musikschule gelehrt werden, zum Einsatz. Das „Ensemble Vielsaitig“ von Susanne Krippner und Silke Kugler zauberte festliche Stimmung mit einem Walzer, von Mandolinen und Gitarren gespielt, in die Kirche. Typisch weihnachtlich klangen die zwei Hackbretter mit Harfe, ein wenig melancholisch das Weltmusik-Stück „Vehaeir Eincinu“ mit Heini Zapf und seinem Ensemble. Von der Empore herab blies das Brass-Quartett. Es lud ein zum Mitsingen des bayerischen Klassikers „Es werd scho glei dumpa“. Auch ins „Maria durch ein’ Dornwald ging“ mit Diakon Christian Horak an der Orgel durften die Besucher einstimmen.

„Einstimmen“ im doppelten Wortsinn

Mayrhofer thematisierte mit einigen Sätzen und Gedanken das „Einstimmen“ im doppelten Wortsinn. Es sei heutzutage im allgemeinen Trubel nicht einfach, in die richtige Stimmung für Weihnachten zu kommen, sagte sie. „Fangen wir an, auf den zu schauen, den wir erwarten, auf den, der es gut mit uns meint“, ermunterte sie die Zuhörer. Jesus Christus sei schon da, so wie das ungeborene Kind im Leib der Mutter. Eine Kerze auf dem Adventskranz im Mittelgang der Kirche entzündete die Moderatorin für all jene, denen die Bedeutung des Ausdrucks „Advent“ in Vergessenheit geraten ist.

Mehr mit einem Augenzwinkern mokierte sich Musikschullehrerin Annette Hornsteiner mit ihrem Gedicht in bairischer Mundart über die gar nicht so stade Zeit. Musikschulleiterin Sabrina Schwenger bedankte sich bei allen Förderern und Sponsoren, bei den Musikschülern, Kursteilnehmern, Lehrern und Eltern für das zu Ende gehende, erfolgreiche Jahr.

Von Tanja Lühr

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