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Musikschullehrer Wolfgang Schiwietz wird die Singklasse an der Karl-Lederer-Grundschule leiten. 

Singend lernt es sich besser

Musikschule und Grundschulen kooperieren

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Ab dem kommenden Schuljahr gibt es jeweils eine Singklasse an der Karl-Lederer-Grundschule und an der Isardamm-Grundschule. Dahinter steckt eine Kooperation mit der Musikschule. 

Geretsried– „Viele Eltern müssen nachmittags arbeiten und haben keine Zeit, ihre Kinder in die Musikschule zu bringen“, sagt Sabrina Schwenger, kaufmännische Leiterin der Musikschule. Deswegen sei die Einrichtung auf die Idee gekommen, einfach dahin zu gehen, wo die Kinder sind. „So haben sie trotzdem die Möglichkeit zum Musizieren.“ Schwenger ist auch sicher, dass Kinder so auch leichter ein Instrument lernen können, wenn sie das später möchten.

Die Extra-Stunde wird fester Bestandteil des Stundenplans sein und somit vormittags stattfinden. „Wir werden Geschichten erzählen und vertonen und viel mit Rhythmik arbeiten“, erläutert Sabine Beyer, pädagogische Leiterin der Musikschule. Die Singklasse solle mehr sein als ein Kinderchor, wobei natürlich auch Lieder einstudiert werden, die bei schulischen Veranstaltungen aufgeführt werden können.

Musik ist die beste Förderung für Kinder

Monika Bauer, Schulleiterin der Isardamm-Grundschule, freut sich über die Kooperation. „Die Musikschule ist auf uns zugekommen, da der Unterricht bei uns im Haus stattfindet, waren wir gleich einverstanden“, sagt sie. Die Karl-Lederer-Grundschule hat bereits zuvor über eine Sing- oder Chorklasse nachgedacht, berichtet Schulleiterin Brigitte Leick. „Viele Kinder schaffen die musikalische Erziehung nicht zusätzlich“, so Bauer. Dabei sei das pädagogisch wertvoll. „Durch die Musik verknüpfen sich die beiden Hirnhälften, und das kann sich unglaublich auf den Lernerfolg auswirken“, erklärt die Schulleiterin.

Sabrina Schwenger bestätigt das. Es gebe viele Studien, die beschreiben, was passiert, wenn Kinder musizieren. „Die Noten sind besser, auch auf die Sozialkompetenz und das Klassengefühl hat es positive Auswirkung.“ Beim gemeinsamen Musizieren lerne man auch die Sprache und das aufeinander Hören. Die Singklasse sei übrigens für jedes Kind etwas. „Sie müssen vorher nichts können.“

Interessierte Eltern, die ihre Kinder noch nicht für die Singklasse angemeldet haben, können sich an die jeweilige Grundschule wenden. Es haben sich bereits einige bei der Einschreibung gemeldet, ein paar mehr wären laut Schule für die Klassenbildung aber schön. Für die Singklasse wird ein Kostenbeitrag von vier Euro im Monat erhoben. 

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