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Sicheres Terrain: Als Kühlmittel wird im Geretsrieder Heinz-Schneider-Eisstadion seit 2003 ein Wasser-Glycol-Gemisch eingesetzt.

Sole statt Ammoniak

Nach Ammoniak-Unfall: Ist unser Eisstadion gefährdet?

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Geretsried – Einen Großalarm gab es im Tölzer Eisstadion. Ein Mitarbeiter der Stadtwerke hatte eine Ammoniak-Leitung in der Trainingshalle angebohrt. Ist dieses Notfall-Szenario auch im Geretsrieder Eisstadion denkbar?

Die klare Antwort lautet: Nein.

Seit dem großen Umbau im Sommer 2003 wird im Heinz-Schneider-Eisstadion an der Jahnstraße nicht mehr auf Ammoniak zur Eisaufbereitung gesetzt, sondern auf ein Wasser-Glycol-Gemisch. Der Nachteil: Das Gemisch kühlt schlechter als Ammoniak. Der große Vorteil: Es können keine giftigen Dämpfe entweichen, die gefährlich für die Umwelt und die Anwohner sind.

„Wir haben im Eisstadion ungefähr das gleiche Kühlmittel wie in Autos“, erläutert Enrico Lehwald-Gentsch. Der Stadion-Chef kann sich nicht vorstellen, dass im Geretsrieder Eisstadion mal ein Kühlrohr angebohrt wird: „Wenn man auf dem Eis ein Tor befestigen muss, merkt man ja sofort, wenn man mit dem Bohrer auf Beton kommt.“ Wo die Kühlrohre außerhalb der Eisfläche verlaufen, sei bestens bekannt: „Da lassen wir die Finger weg.“

Im Geretsrieder Eisstadion müsse auch keine Gummimatte mithilfe einer Bohrmaschine befestigt werden, wie es im Tölzer Eisstadion offensichtlich notwendig ist: „Bei uns sind alle Gummimatten wie bei einem Puzzle zusammengesetzt“, erläutert Lehwald-Gentsch. „Die muss man nicht verankern.“

pr

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