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Im Einsatz: Beamte der Bereitschaftspolizei vor der Asylbewerberunterkunft an der Jahnstraße. Im Laufe des Tages rückten die Einsatzkräfte wieder ab. 

Gemeinschaftsunterkunft in Geretsried betroffen

Nach Corona-Fall an der Jahnstraße: Asylbewerber sollen zuhause bleiben

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In der Unterkunft an der Jahnstraße hat es einen Corona-Fall gegeben. Bis die Testergebnisse der anderen Bewohner da sind, sollen sie zuhause bleiben. 

Geretsried – Die Quarantäne für 165 Asylbewerber in Geretsried ist aufgehoben. Trotzdem sind die Bewohner aufgefordert, ihre Unterkunft nicht zu verlassen. Auslöser für die Quarantäne war ein positiv getesteter Asylbewerber. Der Mann hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Landratsamt am Mittwochabend mit (wir berichteten). Er befindet sich außerhalb der zentralen Unterkunft in häuslicher Quarantäne. Wo sich der Erkrankte angesteckt hat, ist nicht bekannt und „kann unter den derzeitigen Bedingungen auch nicht nachvollzogen werden“, teilt Sabine Schmid, Sprecherin des Landratsamts, auf Nachfrage mit.

Andere Bewohner haben die Symptome bemerkt und gemeldet

Laut der Pressesprecherin bemerkten die Bewohner zu einem Großteil selbst die Krankheitssymptome bei der betroffenen Person. Nach der Untersuchung sei die Unterkunftsverwaltung durch das Gesundheitsamt über das positive Ergebnis und die weiteren Maßnahmen informiert worden. Vorsorglich sind alle Mitbewohner, darunter auch Familien, ebenfalls getestet worden. Bis Donnerstagmorgen standen alle unter amtlich angeordneter Quarantäne. Mittlerweile sei eine Isolation ausreichend, so das Landratsamt. Es wird den Bewohnern empfohlen, die Unterkunft nicht zu verlassen.

Regierung von Oberbayern stellt Verpflegung sicher

Diese Maßnahme soll zunächst bis zum Vorliegen der Testergebnisse aufrechterhalten bleiben. „Im Anschluss wird über das weitere Vorgehen Seitens des Gesundheitsamtes entschieden.“ Ob ehrenamtliche Betreuer oder weitere Personen außer den Bewohnern direkten Kontakt zu dem Erkrankten hatten, „kann zum derzeitigen Stand zumindest nicht ausgeschlossen werden“.

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Am Donnerstagmorgen übernahm das Bayerische Rote Kreuz die Versorgung der Bewohner mit Frühstück. Seit Donnerstagmittag sorgt die Regierung von Oberbayern – sie betreibt die Einrichtung – mit einem Cateringunternehmen für die Verpflegung. In der Früh und abends gibt es laut einer Sprecherin Lunchpakete, mittags ein warmes Essen. Außerdem werden Getränke und Babynahrung verteilt. Ausgegeben wurden auch Milchpulver, Milch, Windeln, Joghurt, Papiertücher sowie Desinfektionsmaterial und Reinigungsmittel. Weitere Dinge des persönlichen Bedarfs wie beispielsweise Medikamente können von den Bewohnern über Bestelllisten angefordert werden.

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