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Stipan Guljas wurden alle Brieftauben gestohlen. Nun gibt es ein Hilfsangebot aus der Oberpfalz.

Nach dreistem Diebstahl

Brieftaubenzüchter bietet Geretsrieder seine Hilfe an

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Geretsried/Königsdorf – Seine Brieftauben sind immer noch weg. Dennoch kann Stipan Guljas wieder lächeln. Der Grund: Ein anderer Brieftaubenzüchter will ihm helfen.

Wie berichtet habenUnbekannte am Montag oder in der Nacht zum Dienstag das Fenster zu Guljans Hütte am Königsdorfer Stroblweiher eingeschlagen, die sogenannten Ausflüge (Spezialkäfige) demoliert und alle Brieftauben gestohlen. Insgesamt waren es 29 Stück. Der Beuteschaden wird auf etwas mehr als 9000 Euro geschätzt. Bereits vier Wochen zuvor hatte Guljan die Tauben in Kartons verpackt vor der Hütte gefunden. Damals dachte er sich nichts Böses, sondern vermutete, dass es sich um einen Dumme-Jungen-Streich handelte.

Gerhard Baumann Taubenzüchter aus der Oberpfalz

Gerhard Baumann, 69 Jahre alt und in Berg-Hausheim in der Oberpfalz als Bauingenieur tätig, hat auf der Merkur-Internetseite von dem dreisten Taubendiebstahl gelesen. „Da dachte ich mir: Dem Mann muss man helfen.“ Baumann züchtet seit 40 Jahren Brieftauben. Wie Guljan lässt auch er seine Tauben an verschiedenen Wettbewerben teilnehmen – wenn es die Zeit erlaubt. Insgesamt hat er 160 Tauben unter seinen Fittichen. „Ich kann also problemlos ein paar abgeben.“ Damit Guljas sein Hobby nicht aufgeben muss, bietet er ihm einen Teil seiner Zuchttauben und etwa 50 Jungtauben für einen Neubeginn im Jahr 2017 an – selbstverständlich kostenlos.

Über Baumanns Angebot freut sich Guljan sehr. Einfach so neu anzufangen, sei gar nicht so einfach. „Es dauert Jahre, bis man sich einen Stamm an Brieftauben aufgebaut hat.“ Wann genau Baumann die Vögel übergeben wird, steht noch nicht fest. Vermutlich werden sich die beiden Züchter erst im neuen Jahr treffen können.

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