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Totalschaden: Nach einem schweren Sturm brauchen die Bienen von Richard Neumeier ein neues Zuhause. 

Tiere haben überlebt

Nach schlimmem Sturm: Imker bittet um Hilfe für neues Bienen-Zuhause

Ein schwerer Sturm hat zu Jahresbeginn das Bienenhaus von Richard Neumeier zerstört. Am Samstag will er es wieder aufbauen - und bittet um Mithilfe.

Gelting – Die Bienenvölker von Richard Neumeier sollen wieder nach Hause kommen: Dafür muss der Religionslehrer aber erstmal das alte Bienenhaus in Gelting abtragen und ein neues Heim für die sieben Volker errichten. Schwere Sturmböen haben wie berichtet Anfang des Jahres eine Fichte, die direkt neben dem Holzverschlag stand, entwurzelt, wodurch dieser in Schräglage geriet. Das Bienenhaus ist nicht mehr sicher.

Die gute Nachricht bei der ganzen Misere: Die Bienen haben alles unbeschadet überstanden. Neumeier konnte sie übergangsweise im Lehrbienenstand in Königsdorf, wo seine Imker-Karriere vor 16 Jahren begann, unterbringen. „Sie tragen schon viel Pollen und Nektar ein und haben einen stabilen Futtervorrat“, hat Neumeier beobachtet. „An den warmen Tagen fliegen sie schon fast wie im Sommer.“

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Bis sie wieder in ihrem gewohnten Wäldchen am Loisach-Isar-Kanal in Gelting Nektar sammeln, hat Neumeier noch viel Arbeit vor sich. Einer fachlichen Beratung zufolge muss das marode Bienenhaus komplett abgetragen werden. Die Sturmschäden sind zu massiv, als dass sie repariert werden könnten. Wie es danach weitergeht, steht in den Sternen. „Wir werden das Fundament kontrollieren, erst danach wird entschieden, was zu tun ist.“

Richard Neumeier, Hobby-Imker und Religionslehrer

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Derzeit arbeite ein benachbarter Architekt an einem Plan für ein neues Bienen-Domizil, so Neumeier. Das soll nahezu identisch zum alten Holzbau werden. Möglicherweise müssten aber zuvor einige Bäume aus dem Wäldchen gefällt werden, in dem der Neubau entstehen soll. Ein Baumsachverständiger, ein sogenannter Arborist, wird das Waldstück laut dem Hobby-Imker begutachten und beurteilen, wie stabil die Pflanzen vor Ort sind.

Alleine kann der Gymnasiallehrer die Arbeit nicht stemmen. „Ich bin kein Fachmann“, hat Neumeier in einer E-Mail an alle Bienenfreunde geschrieben, in der er um Unterstützung beim Abbau des Hauses bittet. Neumeier hofft, wie beim Bienenumzug im Januar, viele Freiwillige zu finden, die ihm unter die Arme greifen. Explizit bittet der Bienenzüchter außerdem um Werkzeug: Leitern, um auf das Dach zu gelangen, Akkuschrauber mit verschiedenen Aufsätzen, Sägen und andere Hilfsmittel benötigen Neumeier und seine Mitstreiter.

Dass das idyllisch gelegene Haus neu errichtet wird, ist Neumeier nicht nur wegen der Tiere ein Anliegen. „Das Kleinod ist auch eine Begegnungsstätte für viele Anlässe“, erklärt der Religionslehrer. Schulklassen besuchten das Häuschen im Grünen und sogar eine Hochzeit fand inmitten der unberührten Natur statt. 

Kontakt

Wer beim Abbau des Bienenhauses helfen möchte, meldet sich per E-Mail an info@praxis-richardneumeier.de. Die Helfer treffen sich am Samstag, 14. April, um 9 Uhr am Bienenhaus. Dominik Stallein

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