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In und um die Gemeinschaftsunterkunft an der Jahnstraße wird die Polizei ab sofort deutlich mehr Präsenz zeigen.

Afghane würgte Ehefrau

Nach versuchtem Mord in Geretsried: Polizei verstärkt Präsenz in Asylunterkunft

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Nach dem versuchten Mord in einer Geretsrieder Asylunterkunft wird die Polizei dort „mehr Präsenz zeigen“. Das kündigt Sprecher Stefan Sonntag an.

Geretsried – Nach dem versuchten Mord in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber an der Jahnstraße – ein 25-jähriger Afghane hatte dort seine schwangere Ehefrau bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt (wir berichteten) – wird die Polizei in und um den Gebäudekomplex „mehr Präsenz zeigen“. Das kündigt Stefan Sonntag an. „Unsere Einsatzzüge werden diesen Bereich ab sofort verstärkt bestreifen“, verspricht der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Auch der Reitertrupp aus Rosenheim werde häufiger vorbeischauen. „Wir als Polizei wollen dort wahrgenommen werden – von den Bürgern auf der einen Seite und auch vom Klientel, egal welcher Art.“


Gleichwohl betont der Sprecher nochmals, dass im vorliegenden Fall keine Gefahr für Dritte bestanden habe – schon gar nicht außerhalb der Unterkunft. „Das war in erster Linie ein Eifersuchtsdrama unter Eheleuten.“ Dass die Beamten schnell vor Ort waren und den Mann – er sitzt weiterhin in Haft – festnahmen, bevor noch Schlimmeres passieren konnte, sei das Resultat einer sehr guten Zusammenarbeit zwischen den Betreibern der Unterkunft und der Polizei. „Wir haben wirklich einen ganz tollen Draht zueinander“, bestätigt Sonntag. Auch deshalb passiere relativ wenig in den Gemeinschaftsunterkünften im Geretsrieder und Wolfratshauser Raum. In anderen Regionen ist das anders. Der Polizeisprecher – er besitzt „einen guten Überlick über Südbayern“ – nennt als Beispiel Waldkraiburg. „Dort kommt es viel häufiger zu Problemen, und sie sind auch oft massiver.“

In Geretsried dagegen seien vor allem zwei Personen immer wieder als Rädelsführer aufgefallen, sagt Sonntag, „und die sind mittlerweile an andere Orte verlegt worden“. Von den etwas über 200 Menschen, die aktuell im Haus an der Jahnstraße wohnen, will laut Sonntag „die große Mehrzahl in Ruhe und Frieden leben“. Als Gründe für die dort trotzdem gelegentlich aufkeimenden Aggressionen nennt der Polizeisprecher die „Perspektivlosigkeit der Menschen, Langeweile und sehr oft auch den Alkohol“ – wie im Fall vor einigen Wochen, als ein betrunkener Flüchtling im Heim randalierte und ein Fahrrad in ein Fenster warf.

Das Geretsrieder Rathaus hat die Vorfälle in der Gemeinschaftsunterkunft nahe des Schulzentrums „mit Bestürzung“ zur Kenntnis genommen, sagt Pressereferent Thomas Loibl im Gespräch mit unserer Zeitung. Es seien aber keine Anfragen von besorgten Bürgern in der Stadtverwaltung eingegangen. Mit der Regierung von Oberbayern, die die Gemeinschaftsunterkunft an der Jahnstraße betreibt, und der Polizei sei man in regem Austausch. Der Pressereferent: „Recht viel mehr können wir dazu nicht sagen.

peb/nej

Lesen Sie auch: Mordversuch in Geretsrieder Asylheim: Jetzt spricht die Regierung

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