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2017 gab es störende Zwischenfälle bei der Fronleichnamsprozession der Stadtkirche. Pfarrvikar Thomas Neuberger sieht dem Feiertag trotzdem gelassen entgegen.

Vergangenes Jahr gab es kuriose Zwischenfälle

Nackter Po und Rockmusik störten Prozession 2017: So cool blickt Pfarrer Fronleichnam heuer entgegen

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Zu Fronleichnam ziehen Katholiken mit der Monstranz durch die Stadt. Vergangenes Jahr hat der eine oder andere die Prozession gestört. Nach diesen Zwischenfällen haben wir bei Pfarrvikar Thomas Neuberger nachgefragt, wie die Stadtkirche dem Feiertag heuer entgegenblickt.

Geretsried – Ein nackter Hintern, laute Rockmusik und eine Anwohnerin, die sich wegen der Notwendigkeit und der Lautstärke der „Demonstration“ bei der Polizei beschwerte: Die Teilnehmer der Fronleichnam-Prozession in Geretsried haben im vergangenen Jahr Kurioses erlebt. Am Donnerstag findet das christliche Hochfest, das zehn Tage nach Pfingsten gefeiert wird, wieder statt. Thomas Neuberger, Pfarrvikar der Stadtkirche, macht sich keine Sorgen über etwaige Zwischenfälle.

Der Vorfall habe keine Nachwirkungen, sagt der 32-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir machen nichts anders, die Prozession läuft so ab wie in den vergangenen Jahren auch.“ Am Donnerstag werden die Gläubigen der Gemeinden Heilige Familie und Maria Hilf mit der Monstranz durch die Straßen der Stadt ziehen und an mit Blumen geschmückten Altären im Freien singen und beten.

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Dass zunehmend mehr Geretsrieder mit kirchlichen Bräuchen wie dem Fronleichnamsumzug nicht mehr vertraut sind, stellt Neuberger öfter fest. „Es ist normal geworden, dass die Leute nachfragen.“ Der Pfarrvikar gibt bereitwillig Auskunft. „Wenn sie tatsächlich interessiert sind, antworte ich gern. Sagen wir es so: So ernst gemeint wie die Frage ist, so ernst gemeint ist auch die Antwort.“

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Sollte es heuer erneut zu Zwischenfällen mit lauter Musik oder entblößten Körperteilen kommen, will Neuberger gelassen reagieren. Bei der Vorbereitung auf das Fest seien die Vorfälle im vergangenen Jahr kurz zur Sprache gekommen. „Einer hat gesagt: ,Mal schauen, ob heuer wieder was passiert’. Da haben alle gelacht, und das war’s.“

Neuberger ist der Meinung, dass Konfrontation, Beschwerden oder eine öffentliche Äußerung nichts bringen. Man könnte solche Vorkommnisse zwar als Verunglimpfung des Glaubens sehen. „Aber wäre der Feiertag dann gerettet oder würde das Ganze nur einen langen, negativen Rattenschwanz nach sich ziehen?“ Neuberger beantwortet seine Frage selbst: „Aufregen bringt nix. Ich nehm’ so etwas mit Humor.“ 

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