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Mit widrigen Wetterverhältnissen hatten die deutschen Naturbahn-Rodler um die Geretsriederin Michaela Niemetz (re., mit Teamkollegin Lisa Walch) bei der Weltmeisterschaft in Rumänien zu kämpfen.

Naturbahn-Rodeln

Geretsriederin (23) holt in Rumänien ihr bestes WM-Resultat

Sie hat’s geschafft: Michaela Niemetz trotzte dem miserablen Wetter in Rumänien und fuhr bei den Weltmeisterschaften der Naturbahn-Rodler auf Rang neun. Damit erreichte die Geretsriederin das beste WM-Resultat ihrer Karriere.

Geretsried – Leicht war es nicht, das WM-Rennen in Vatra Dornei. Zum einen war da die Bahn, mit elf Kurven die längste im Naturbahnzirkus. Zum anderen der Regen, der eimerweise vom Himmel fiel. „Die Verhältnisse waren katastrophal“, berichtet Michaelas Vater Thomas, der als Teamchef der deutschen Naturbahnrodler mit in Rumänien war. „Fast ein bisschen Weltuntergangsstimmung.“ Aber seine Tochter ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Die elf Kurven prägte sie sich im Training genauestens ein, und fürs Regenwetter hat sie ihr eigenes Erfolgsrezept: „Ich mag eigentlich die weichen und nassen Verhältnisse und komme damit immer gut zurecht.“

Loch in der Bahn kostet zwei Plätze

So auch diesmal: Die Geretsriederin fuhr einen ausgezeichneten ersten Lauf, war in allen Zwischenzeiten um Rang sechs und sieben platziert und hielt locker mit den Weltbesten mit. „In der letzten Kurve bin ich dann leider in ein Loch gefahren, das während des Rennes entstanden ist. Deshalb habe ich noch zwei Plätze verloren“, ärgerte sie sich ein bisschen. Da die Läufe zwei und drei aufgrund der über Nacht komplett unbefahrbar gewordenen Bahn abgesagt werden mussten, landete sie letztlich auf Rang neun.

Zufrieden mit Platz in Top-Ten

„Einen Platz in den Top-Ten wollte ich unbedingt. Das hat geklappt, darum bin ich auch sehr zufrieden“, stellte die 23-Jährige fest. Nicht zuletzt war sie auch froh, ungeschoren davongekommen zu sein: „Drei Rodler hat es in dem Loch so böse erwischt, dass sie sich verletzt haben. Das ist wirklich bitter.“ Niemetz’ einzige „Blessur“ ist eine Erkältung: „Die wird sicher schnell wieder“, sagte die stets positiv nach vorn blickende Sportlerin und lachte über ihr ungewolltes Mitbringsel. Schließlich will sie beim Weltcup-Finale vom 16. bis 18. Februar im österreichischen Umhausen wieder Gas geben. Jetzt, wo sie die Schallmauer Top-Ten geknackt hat.

Von Kathrin Ebenhoch

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