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Reger Verkehr auf der Sudetenstraße. Für eine Geschwindigkeitsbegrenzung sieht die Stadt derzeit jedoch keine Veranlassung.

An der Sudetenstraße

Nein zu Tempo 30

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Geretsried - Auf der Sudetenstraße darf weiter mit Tempo 50 gefahren werden. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung lehnte der Bauausschuss ab. Allerdings soll der Schwerlastverkehr weiter beobachtet werden.

Wollte über Tempo 30 nachdenken: Edith Peter (SPD)

Mit der Eröffnung des neuen Nahversorgungszentrums zwischen Marienburg- und Breslauer Weg hat der Verkehr auf der Sudetenstraße stark zugenommen. SPD-Stadträtin Edith Peter, selbst Anwohnerin, hatte deshalb mündlich beantragt, über die Einführung von Tempo 30 zwischen der Herglotz-Kreuzung und der Kreuzung am Stern nachzudenken.

Geschwindigkeitsmessungen haben allerdings ergeben, dass auf der Sudetenstraße „fast schon vorbildlich“ gefahren wird, wie es FW-Stadtrat Dominik Irmer formulierte. Laut Werner Frank vom Ordnungsamt liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 40 bis 50 Kilometern pro Stunde. „Es gibt nur wenige Ausbrecher.“ Da es sich um eine Sammelstraße mit Gehwegen auf beiden Seiten handelt, riet die Verwaltung von einer Geschwindigkeitsbegrenzung ab. Selbst Grünen-Stadtrat Volker Witte, sonst ein Verfechter von Tempo 30, weil dies auch den CO2-Ausstoß reduziert, sah dazu keine Veranlassung: „Das Ergebnis ist relativ harmlos. Wenn es so bleibt, bin ich zufrieden.“

Um die Geschwindigkeit ging es Edith Peter jedoch weniger. „Der Pkw-Verkehr ist tatsächlich vorbildlich“, sagte sie. „Die Frage ist: Wie bekommen wir den durchfahrenden Schwerlastverkehr heraus?“ In der Zeit vom 19. Februar bis 8. März dieses Jahres wurden auf der Sudetenstraße 88 507 Fahrzeuge gezählt, darunter waren 5701 Lastwagen und 5298 Lastzüge. Obwohl es über die Jeschkenstraße nur „ein kleiner Umweg“ wäre, würden die meisten Brummifahrer über die Sudetenstraße ins südliche Gewerbegebiet fahren. Edith Peter würde sich wünschen, dass die Firmen den Fahrern hier entsprechende Hinweise geben.

Die SPD-Stadträtin bestand nicht auf Tempo 30, bat aber darum, das Problem nicht aus den Augen zu verlieren: „Wir haben an der Sudetenstraße ein belebtes Nebenzentrum geschaffen, und wir sollten schauen, dass die Fußgänger, die nun mal kreuz und quer über die Straße laufen, dies auch sicher tun können.“ Dem schloss sich ihr Fraktionskollege Arthur Wolfseher an. CSU-Bürgermeister Michael Müller versprach, die Situation im Zuge der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans durch den Verkehrsgutachter überprüfen zu lassen.

Beschwerde gegen Tempo 30 auf der Jahnstraße - Bürgermeister beunruhigt

In diesem Zusammenhang informierte der Rathauschef den Ausschuss, dass ein Bürger beim Landratsamt Beschwerde gegen die Tempo-30-Regelung auf der Jahnstraße eingelegt hat. „Ihr dürft beunruhigt sein“, sagte Müller. Der Bürger habe „nicht die schlechtesten Chancen“, dass das Tempo-Limit wieder aufgehoben werden muss.

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