Im Interview mit Gruppenadministrator Andreas P.

Neue Facebook-Gruppe „Du bist aus Geretsried ...“: Das steckt dahinter

  • schließen

„Du bist aus Wolfratshausen, wenn...“ gibt es schon lange. Seit Weihnachten existiert des Pendant für Geretsried. Andreas P. (52) zeichnet sich dafür verantwortlich. Im Interview erklärt er, wofür die neue Facebook-Gruppe gut ist.

Geretsried– Geretsrieder können sich in einer neuen Gruppe im sozialen Netzwerk Facebook austauschen. Andreas P. (52) hat sie kurz vor Weihnachten gegründet und betreut sie seitdem in seiner Freizeit. Der gebürtige Schwabe arbeitet in München in der Transportlogistikbranche und wohnt seit 2008 in Geretsried. Redakteurin Susanne Weiß hat mit ihm über die Gruppe „Du bist aus Geretsried ...“ gesprochen.

Herr P., warum haben Sie die Facebook-Gruppe „Du bist aus Geretsried ...“ gegründet?

Andreas P.: Grundsätzlich habe ich ein Bedürfnis, mehr über meinen Wohnort zu wissen – auch Sachen, die man nicht in den Nachrichten erfährt und bei denen die Quellen nicht nur aus einer Richtung kommen. Bisher gab es nur die Gruppe „Du bist aus Wolfratshausen, wenn ...“, in der Geretsrieder und Teilnehmer anderer Orte vermischt sind. Deswegen dachte ich, ich mache einfach eine eigene Gruppe auf, so wie ich sie mir vorstelle.

Wie stellen Sie sich die Gruppe vor?

Andreas P.: Qualität geht vor Quantität. Ich nehme nur Facebook-Nutzer auf, welche die Eintritts-Fragen beantworten und sich unter anderem mit der Einhaltung der Regeln einverstanden erklären. Aus diesem Grund habe ich auch schon über 100 Anfragen abgelehnt. Aktuell sind 85 Mitglieder bei „Du bist aus Geretsried...“, aber wir stehen ja noch am Anfang. Ich hoffe, dass sich möglichst viele Geretsrieder und Geretsried-Interessierte einbringen und sich gegenseitig darüber informieren, was für die Gruppe interessant ist. Hier darf man sich ruhig auch mal Luft machen.

Sie haben in der Gruppe auch schon mit Bürgermeister Michael Müller diskutiert, als dieser auf Ihren kritischen Kommentar geantwortet hat, Geretsried sei eine Betonwüste geworden.

Andreas P.: Ja. Ich finde, ein Bürgermeister darf auch ein guter Mediator sein, aber er ist eben auch nur ein Mensch. Irgendwann hat er nicht mehr geantwortet. Er hätte ruhig noch mehr schreiben dürfen, aber er hat bestimmt auch noch andere Dinge zu tun. Als Mitglied der Gruppe hat er ja auch noch viele Möglichkeiten, sich einzubringen.

Sie haben als Zuhörer die jüngste Stadtratssitzung besucht. Was haben Sie daraus mitgenommen?

Andreas P.: Die Sitzung hat mein Denken massiv verändert. Wenn man viel über Geretsried weiß, kann man vieles verstehen und auch gegebenenfalls mitwirken. Vorher wusste ich nur das, was man so aus Gesprächen mitnimmt. Im Stadtrat erfährt man vielleicht auch mal eine andere Sichtweise.

Lesen Sie auch: Planungswerkstatt für die „Neue Mitte“

sw

Rubriklistenbild: © AFP / KAREN BLEIER

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Geretsried: Umleitungsarbeiten am Rathaus
Ab Anfang dieser Woche gibt es am Karl-Lederer-Platz wieder eine Baustelle - Umleitungen für Fußgänger inklusive.
Geretsried: Umleitungsarbeiten am Rathaus
Böse Überraschung in Münsing: Ein dreister Zettel und 3000 Euro Schaden
Münchner Autofahrerin erlebt in Ambach eine böse Überraschung.
Böse Überraschung in Münsing: Ein dreister Zettel und 3000 Euro Schaden
Nico Pietschmann: Wolfratshauser Grafen lange Zeit unterschätzt
Historiker Nico Pietschmann stellt im Stadtarchiv seine Monografie über die Wolfratshauser Grafen im Stadtarchiv vor - dabei liegt ihm vor allem die Aufwertung jener …
Nico Pietschmann: Wolfratshauser Grafen lange Zeit unterschätzt
Feuerwehrler sperrt Straße für Kinder-Martinszug ab - Autofahrer greift ihn deshalb an
Die Feuerwehr Königsdorf sperrte eine Straße, damit die Kinder ihren Martinszug machen konnten. Ein Autofahrer sah das gar nicht ein - und drehte durch.
Feuerwehrler sperrt Straße für Kinder-Martinszug ab - Autofahrer greift ihn deshalb an

Kommentare