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Der Bohrturm in Gelting.

„Können Gespräche mit Enex aufnehmen“

Neue Geothermie-Bohrung: So planen nun die Stadtwerke

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Geretsried – Das Geothermieprojekt in Gelting erhält eine zweite Chance. Nun geht die Arbeit für die Stadtwerke wieder los: Wird das Projekt realisiert?

Anfang der 2000er-Jahre plante die Stadt Geretsried, ein 42,5 Kilometer langes Fernwärmenetz zu bauen. 36 Millionen Euro wollte die Kommune investieren. Hauptenergieträger sollte die Geothermie sein. Mit der misslungenen ersten Bohrung durch die Enex Power Germany legten die Stadtwerke diese Pläne auf Eis. Durch die Förderzusage des Bunds erhält das Projekt nun eine zweite Chance. Redakteurin Doris Schmid unterhielt sich darüber mit Stadtwerke-Chef Jan Dühring.

Herr Dühring, das Geothermie-Projekt in Gelting scheint gerettet zu sein. Haben Sie daran noch geglaubt?

Ich weiß, dass Enex nicht aufgegeben hat und sich seit dem Scheitern der ersten Bohrung um einen erneuten Versuch bemüht hat. Es freut mich, dass es nun anscheinend endlich gelungen ist, der Sache wieder Leben einzuhauchen.

Was bedeutet das für die Pläne der Stadt, ein Fernwärmenetz aufzubauen?

Jetzt können wir wieder Gespräche mit Enex aufnehmen und herausfinden, ob eine Fernwärmenutzung nun für beide Seiten sinnvoll darstellbar ist.

Sollte die Ablenkbohrung auch nicht das gewünschte Ergebnis bringen, war’s das wohl mit einem Fernwärmenetz?

Aller Wahrscheinlichkeit nach zumindest vorerst mit einem großen, zusammenhängenden Geothermie-Fernwärmenetz. Andere, kleinräumigere Konzepte und Insellösungen bleiben dann natürlich trotzdem ein Thema.

nej

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