Rund 550 Wohnungen sollen auf dem ehemaligen Lorenz-Areal entstehen.

Aufsichtsrat erteilt Vorstand eine Vollmacht

550 neue Wohnungen: Baugenossenschaft will mit ins Boot

Geretsried - Die Baugenossenschaft Geretsried will sich an dem Wohnungsbauprojekt auf dem ehemaligen Lorenz-Areal beteiligen. Es wäre ihr größtes Projekt seit 20 Jahren.

Die Grundsatzentscheidung ist gefallen: Die Baugenossenschaft Geretsried (BG) verfolgt weiter den Plan, sich an dem Wohnungsbauprojekt auf dem ehemaligen Lorenz-Areal zu beteiligen. Damit wäre auch der Weg frei für das zweite Großprojekt in der Innenstadt: den Abbruch des 140 Meter langen Wohnblocks an der Egerlandstraße 58 bis 74.

Drei Stunden beschäftigten sich Aufsichtsrat und Vorstand am Mittwochabend mit der Thematik. Ein endgültiger Beschluss sei nicht gefasst worden, erklärte am Donnerstag BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig auf Nachfrage. Aber: „Der Aufsichtsrat kann sich beide Projekte grundsätzlich vorstellen. Er bevollmächtigte den Vorstand, in der Sache weiter aktiv zu werden.“

Wie berichtet könnten auf der 4,2 Hektar großen Industriebrache zwischen Elbe- und Banater Straße, auf der sich früher die Spielzeugfabrik Lorenz befand, rund 550 Wohnungen entstehen. Die Baugenossenschaft überlegt, einen Teil des Areals vom Eigentümer, der Firma Krämmel, zu erwerben und dort jeweils zur Hälfte geförderte und frei finanzierte Mietwohnungen zu errichten. In Summe geht es um etwa 165 Wohnungen. Das wäre das größte Wohnungsbauprojekt der Genossenschaft seit 20 Jahren.

Das Projekt auf dem Lorenz-Areal steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Vorhaben in der Innenstadt. Erst wenn für die 72 Mietparteien Ersatzwohnraum geschaffen ist, kann die BG ihren aus den 1950er Jahren stammenden Wohnblock Egerlandstraße 58 bis 74 abbrechen. Dort sind der Bau eines modernen Wohn- und Geschäftshauses sowie eines Parkhauses geplant. Über einen Vermietungsstopp für den Altbau wurde laut Selig noch nicht gesprochen. Dies werde aber wohl ein Thema in der nächsten Vorstandssitzung im Mai sein.

Sabine Schörner

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