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Schönes Ambiente, aber zu wenig Besucher: Der Grüne Markt im Rathaus-Innenhof hat sich nicht bewährt und zieht deshalb an die Egerlandstraße um.

Grüner Markt

Neuer Standort, neues Glück

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Der Grüne Markt zieht abermals um: vom Innenhof des Rathauses auf die Egerlandstraße. 

Geretsried – Auf dem Karl-Leder-Platz wird in den kommenden Jahren kein Platz sein für Grün. In tristem Grau-Braun präsentiert sich noch einige Zeit die Großbaustelle, aus der einmal Geretsrieds topmodernes Zentrum entstehen soll. Also hatte sich die Stadt Gedanken gemacht, wo ihre Bürger derweil frisches Obst und Gemüse, Fisch, Käse und andere Spezereien kaufen können – und den beliebten Grünen Markt in den Innenhof des Rathauses verlegt.

Damit allerdings waren offensichtlich die Kunden – und damit einhergehend die Händler – nicht zufrieden. Den einen fehlten Parkmöglichkeiten den anderen der Umsatz. Ergo zieht der Markt nun abermals um. Ab dem 6. Februar werden die Fieranten ihre Waren an jedem Dienstag an der Egerlandstraße anbieten. Die Zeit bleibt dagegen gleich: Geöffnet ist zwischen 7.30 und 12.30 Uhr.

Ziel sei es gewesen, den Markt im Zentrum zu belassen, sagt Thomas Loibl, „denn wir wollen das Optimum für unsere Bürger und die Händler“. Mit letzteren, so der Pressereferent der Stadt, sei man in einem stetigen Austausch. Genau diese Gespräche hatten gezeigt, dass viele Händler mit dem Umzug vom Karl-Leder-Platz ans Rathaus nicht glücklich waren.

Schönes Ambiente, wenig Besucher – das war der Tenor. Jeder zweite Kunde beschwere sich, „dass er keinen Parkplatz findet“, klagte Monika Zimmermann, die im Schmid-Bäck’-Wagen Backwaren anbietet, Mitte Dezember gegenüber unserer Zeitung. Christine Kreidl von Käse Moser sprach konkret von 40 Prozent Umsatzeinbußen nach dem Umzug – „Tendenz nach unten“. Da helfe es wenig, dass der Platz an sich schön ist. „Kuschelig“ sei er ja, der Innenhof, bestätigte Frank Schiffner vom Tiroler Bauernstand. Doch Ambiente ist nicht alles. „Ein Markt funktioniert dann gut, wenn es Laufkundschaft gibt – und Parkmöglichkeiten.“ Mit dem neuerlichen Umzug auf die Egerlandstraße soll jetzt alles wieder besser werden. Die Stände und Wagen werden in etwa zwischen Fasanen- und Prießnitzweg stehen beziehungsweise zwischen der Filiale der Commerzbank und Emberger Optik. Dort ist laut Loibl „der Gehweg sehr breit“. Zudem würden die 23 Parkplätze in diesem Bereich – 19 normale, zwei Behinderten-Stellplätze und die Schnellladestation mit Steckplätzen für zwei E-Autos – für die Zeit des Markts für die Händler freigehalten. Parken können Besucher im Gegenzug im Rathaus-Innenhof. „Dort haben wir 26 Parkplätze, also sogar drei mehr, als während des Warenverkaufs auf der Egerlandstraße wegfallen“, sagt Loibl.

Verkehrsbehinderungen erwartet der Geretsrieder Sprecher nicht – auch nicht während des Auf- und Abbaus. Die Fieranten hätten einen Stellplan, der mit dem Ordnungsamt abgestimmt worden sei, bekräftigt Loibl. „Aber natürlich werden wir die Situation im Auge behalten und gegebenenfalls reagieren.“

Aktuell kümmern sich Mitarbeiter des Bauhofs um die Infrastruktur. In erster Linie betrifft das die Stromversorgung für alle Stände. Sind alle Kabel gelegt, gilt: grünes Licht für den Grünen Markt.

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