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Ein Projekt aus dem Stadtleitbild ist der im Vorjahr eröffnete Bewegungsparcours im Stadtwald. 

Neues Stadtleitbild 

Bürgermeister fordert: Geretsrieder sollen  Initiative ergreifen

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Wie Geretsried in der Zukunft aussieht, sollen die Bürger mitbestimmen. Bürgermeister Müller wünscht sich, dass sich die Bürger beteiligen - unter einer Voraussetzung. 

Geretsried – Geretsried im Jahr 2025: Wie sich die Stadt bis dahin entwickeln soll, haben Bürger vor vier Jahren im aktualisierten Stadtleitbild festgeschrieben. Eine 30-seitige Broschüre gibt Ziele und Handlungsempfehlungen vor, wobei ein Lenkungsausschuss – bestehend aus Bürgermeister, Pressereferent, den acht Stadtratsreferenten sowie Vertretern der Leitbildgruppen – festlegt, welche „Meilensteine“ in Angriff genommen werden sollen.

Dieses System ist seit Dienstag Geschichte. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung einen neuen Weg eingeschlagen. Künftig sollen Bürgermeister und Stadtrat entscheiden, welche Projekte prioritär angepackt und in einer Bürgerbeteiligung behandelt werden. Der Lenkungsausschuss wird bis auf Weiteres nicht mehr einberufen.

Stadtleitbild ist kein „buntes Wünsch-dir-was“

„Wir müssen das Stadtleitbild schwerpunktmäßig anpassen und brauchen eine schnelle sowie flexible Rückkopplung im Stadtrat“, argumentierte Bürgermeister Michael Müller. Er kritisierte das Stadtleitbild dahingehend, dass es ein „buntes Wünsch-dir-was“ sei, ergebnissoffen und mit teils konträren Zielsetzungen. Die Strukturen seien zu starr. Und: „Es kann immer wieder etwas angemahnt werden, obwohl wir das Stadtleitbild in hohem Maße umgesetzt haben“, so Müller. Als Beispiele für Projekte, die durch Bürgerbeteiligungsprozesse mitdefiniert wurden, nannte der Bürgermeister das interkommunale Hallenbad, die Sanierung der Mittelschule, die Überdachung des Heinz-Schneider-Stadions, den Masterplan Böhmwiese, die Verlegung der Bundesstraße 11, die S-Bahn-Verlängerung und die Radwegunterführung an der Staatsstraße 2369. Darüber hinaus seien die Zentrumsgestaltung, der Ideenwettbewerb für den Rathausumgriff, der Flächen-Nutzungsplan, die Neuausrichtung der Klimaschutzziele, die Fortschreibung des Sportentwicklungsplans, das Programm „Soziale Stadt“ und der Kultur- und Naturlehrpfad in Arbeit. Müller. „Es ist wichtig, in nächster Zeit mit Schwerpunkten zu arbeiten, sonst werden wir immer offene Punkte haben, und das kann’s auch nicht sein.“

Man sei trotzdem offen für Bürgerbeteiligung, betonte der Bürgermeister. Es könne aber nicht sein, dass jemand mit neuen Ideen komme und der Verwaltung sage: „Mach mal.“ Müller: „Wer mitmachen will, soll mitmachen, dann muss aber auch bitte die Initiative vom Bürger kommen.“ Ein „Wünsch-dir-was“ solle es nicht mehr geben.

In der Februar-Sitzung hatte der Stadtrat sich für eine sogenannte qualifizierte Bürgerbeteiligung mit Moderatorin Stephanie Utz entschieden, bei der Geretsrieder sich an der Oberflächengestaltung in der „Neuen Mitte“ beteiligen können. Die Planungswerkstatt findet am letzten Juni-Wochenende statt. Zudem will die Stadt weitere Termine zur Bürgerbeteiligung, etwa in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro „Salm & Stegen“, für die Stadtteile rechtzeitig ankündigen.

Lesen Sie auch: Geretsried bringt Bürgerbeteiligung für die „Neue Mitte“ auf den Weg 

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