Anwohner und andere Bürger demonstrierten am 6. März am Karl-Lederer-Platz gegen den in ihren Augen „Monsterbau“.

Nach der Entscheidung des Stadtrats

Karl-Lederer-Platz: Anwohner erwägen Klage

Der Stadtrat hat für den Krämmel-Bau am Karl-Lederer-Platz gestimmt. Anwohner wollen dies nicht hinnehmen. Eine Klage, aber auch ein Bürgerbegehren sind im Gespräch.

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) Karl-Lederer-Platz verließen die Stadtratssitzung am Dienstag wütend und enttäuscht. „Wir hatten gehofft, dass es vor der Abstimmung noch einmal eine Bürgerversammlung geben würde“, sagt die Sprecherin der IG, Eva Eberhardt. Vize-Bürgermeister Hans Hopfner habe am SPD-Stammtisch versprochen, sich dafür einsetzen zu wollen. Hätte man die Bürger noch einmal angehört, hätten vielleicht mehr als nur drei Stadträte gegen das Projekt gestimmt, glaubt Anton Eberhardt.

Der Rechtsanwalt, der das Ehepaar Eberhardt sowie elf weitere Parteien am Karl-Lederer-Platz vertritt, werde jetzt prüfen, ob er gegen den Beschluss des Stadtrats klage. Gleichzeitig überlegen die Gegner des Krämmel-Neubaus, ein Bürgerbegehren in die Wege zu leiten. Zwei in Geretsried lebende Studenten wollten dies in die Hand nehmen, sagt Anton Eberhardt.

Die von der IG gesammelten 1266 Unterschriften erfüllen laut Bürgermeister Michael Müller nicht die Voraussetzungen für ein Bürgerbegehren. Unter anderem sind 172 Unterzeichner nicht aus Geretsried.

(tal/sas)

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