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Auch in Geretsried gibt es künftig eine Sportlergala - allerdings nicht so aufwändig wie in Wolfratshausen (Foto).11

Ausschuss verabschiedet Konzept

Sportlerehrung: Nicht pompös, aber würdig

Geretsried – Eine Massenabfertigung wie beim Ehrungsabend im Kulturherbst 2014 wird es nicht mehr geben. Künftig veranstaltet die Stadt Geretsried jedes Jahr eine eigene Sportlerehrung. Das Konzept wurde am Dienstag einstimmig vom Sportausschuss verabschiedet.

Die Premiere ist für den Samstag, 19. November, in den Ratsstuben geplant. „Nicht pompös“, aber würdig sollen die Sportler geehrt werden, formulierte es Vize-Bürgermeister Hans Hopfner (SPD) in Vertretung von Michael Müller.

Als Mitglied der Interessengemeinschaft der Geretsrieder Sportvereine stellte der TuS-Vorsitzende Mirko Naumann das Konzept vor. Es ist in einem eigens gebildeten Arbeitskreis zusammen mit der Stadt erstellt worden. Demnach wird künftig jedes Jahr in vier Kategorien der Sportler des Jahres gewählt, und zwar in den Altersgruppen Jugend und Erwachsene jeweils im Einzel- und im Mannschaftssport.

Jeder Verein und jeder Bürger aus Geretsried hat ein Vorschlagsrecht. „Es gibt keine Mindestqualifikation“, erklärte Naumann. „Wichtig ist eine plausible Begründung.“ Die Vorschläge werden im Rathaus gesammelt und dann an eine Jury weitergeleitet – bestehend aus den Mitgliedern des Sportausschusses sowie allen in Geretsried eingetragenen Sportvereinen. Sie wählen in den vier Kategorien jeweils fünf Kandidaten aus. „Die Top 5 werden zur Gala eingeladen.“

An dem Festabend werden alle Nominierten vorgestellt. Für alle gibt es Urkunden. Die Einzelsportler bekommen zusätzlich eine Münze, die Mannschaften einen Teller oder einen Pokal. Wer die Sportler des Jahres sind, wird erst bei der Gala verraten. Sie erhalten Geldpreise in Höhe von 150 Euro (Einzelsport) und 400 Euro (Mannschaftssport). Zudem soll die Stadt einen Pokal erwerben, auf dem die Namen aller Sportler des Jahres eingraviert werden und der im Rathaus ausgestellt wird.

Da der Platz in den Ratsstuben begrenzt ist, können an der Gala neben den in Summe 120 Nominierten nur geladene Gäste teilnehmen. Als Budget sind 7500 Euro vorgesehen, davon werden unter anderem die Gagen für auftretende Künstler und den Moderator des Abends bezahlt. Für die Nominierten soll es Gutscheine für Essen und Trinken geben, wobei der Ausschuss eher für ein Buffet plädierte. „Das sollte noch drin sein“, so der Tenor. Außerdem regte Heidi Dodenhöft (FW) an, sich die 1000 Euro für den Moderator zu sparen. Eventuell könnte dies der künftige Pressesprecher der Stadt übernehmen.

Dass die Sportler in einem feierlichen Rahmen geehrt werden sollen, wurde von allen Ausschussmitgliedern begrüßt. Auch Vera Kraus (FW) war dafür, gab aber zu bedenken, dass der Aufwand doch sehr groß sei. „Vielleicht sollte man die Sportlerehrung alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Kulturpreis machen“, regte sie an. Das aber ist laut Mirko Naumann nicht praktikabel. „Im Sport sind jedes Jahr Meisterschaften. Wenn wir zwei Jahre im Nachgang betrachten, wird es schwierig.“

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