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Interessengemeinschaft hat Geld für Sanierung der Nikolaus-Kapelle beisammen

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Stellvertretend für alle Spender: Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft für die Erhaltung der Nikolauskapelle, Florian Sachers, überreicht Hannelore Schunk eines der Zertifikate, das alle Spender im Rahmen der Dachschindelpatenschaft erhalten.
Stellvertretend für alle Spender: Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft für die Erhaltung der Nikolauskapelle, Florian Sachers, überreicht Hannelore Schunk eines der Zertifikate, das alle Spender im Rahmen der Dachschindelpatenschaft erhalten. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Die Renovierung kann beginnen: Die Interessengemeinschaft zum Erhalt der Nikolaus-Kapelle hat die 500.000 Euro für die Sanierung des Kirchleins beisammen.

Geretsried – Die Sanierung der Nikolauskapelle kann beginnen. Das Geld dafür ist größtenteils beisammen. Das Erzbischöfliche Ordinariat und das Landesamt für Denkmalpflege haben grünes Licht gegeben. Nächstes Jahr kann es losgehen. Mit dieser erfreulichen Mitteilung eröffnete Florian Sachers, Vorsitzender der Interessengemeinschaft für die Erhaltung der St.-Nikolaus-Kapelle, die Jahresversammlung. Sie fand traditionell am Namenstag des Heiligen, am 6. Dezember, im Gasthof Geiger statt. Angelika Geiger öffnete dafür trotz Ruhetags extra die Gaststube für die etwa 15 Mitglieder, die gekommen waren. Insgesamt zählt der Verein aktuell 73 Mitglieder – vier mehr als vor einem Jahr.

Dach muss komplett neu eingedeckt werden

Die jüngste Kostenberechnung vom Juni geht von 499.000 Euro für die Sanierung aus. Der größte Batzen ist dabei die komplette Eindeckung des Dachs mit neuen Lärchenholz-Schindeln. Einstweilen habe man die kaputten Stellen notdürftig geflickt, sodass das Dach insgesamt dicht und der Innenraum trocken seien, berichtete Sachers. Zusätzlich werden bei der Renovierung die Außen- und Innenwände frisch gestrichen sowie einige der Bodenfliesen ausgebessert und der Holzwurm bekämpft.

Klein, aber fein: Die Nikolauskapelle direkt an der B11 ist ein Wahrzeichen von Geretsried – und muss dringend saniert werden. Jetzt ist das Geld dafür da.
Klein, aber fein: Die Nikolauskapelle direkt an der B11 ist ein Wahrzeichen von Geretsried – und muss dringend saniert werden. Jetzt ist das Geld dafür da. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Der Vorsitzende dankte besonders dem Finanzausschuss des Stadtrats, der einstimmig beschlossen hat, 200.000 Euro zu übernehmen. „Diese Generalsanierung sollte ja dann auch für die nächsten 40 bis 50 Jahre halten“, sagte Sachers. Weitere knapp 80.000 Euro – im Fall unvorhersehbarer Steigerungen notfalls auch bis zu rund 120.000 Euro – hat das Ordinariat zugesagt. 105.000 Euro liegen bei der Interessengemeinschaft auf dem Konto. Den Rest wird die Kirchenstiftung von Maria Hilf, zu der St. Nikolaus gehört, tragen.

Originelle Spendenaktion

Sehr positiv läuft eine originelle Spendenaktion, die Josef Urso vom Pfarrgemeinderat von Maria Hilf initiiert hat. Wie berichtet können Firmen, Vereine und Bürger symbolisch Dachschindeln zu unterschiedlichen Preisen erwerben. In der obersten Reihe etwa kostet eine Schindel 300 Euro, weiter unten sind es 30 Euro. Bisher sind laut Urso bereits 58.000 Euro zusammengekommen. Eigens erwähnte er die Spenden der Baugenossenschaft Geretsried (4200 Euro), der Tyczka-Stiftung (5000 Euro) und der Krämmel-Stiftung (3000 Euro). Jeder Spender erhält ein Zertifikat, sofern er seine Adresse auf der Überweisung unter „Verwendungszweck“ vermerkt. Wer das vergessen hat, kann nachträglich ein Zertifikat unter der E-Mail-Adresse post@stnikolauskapelle.de anfordern. Nähere Informationen zu der Aktion finden sich auf der Homepage der Stadtkirche.

Lesen Sie auch: Wahrzeichen der Stadt Geretsried: St.-Nikolaus-Kapelle feiert 300-jähriges Weihejubiläum

In diesem Jahr wurde die Kapelle wegen der Corona-Pandemie weniger als sonst genutzt. Neun Taufen, eine Trauung, zwei Andachten und ein Gottesdienst fanden statt. Während der Adventszeit bietet die Stadtkirche jeden Mittwoch ab 19 Uhr Andachten in der Kapelle an. Das besondere Ereignis war in 2022 natürlich die Feier zum 300-jährigen Weihejubiläum. Sachers dankte noch einmal allen an der Organisation und Durchführung Beteiligten.

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Im Anschluss an die Versammlung lud Stadtpfarrer Andreas Vogelmeier zum Gottesdienst ein. Die Nikolaus-Kapelle war dafür besonders stimmungsvoll mit zahlreichen Kerzen geschmückt. Der Wanderchor unter der Leitung von Rainer Marquart sang lateinische Lieder. Vogelmeier sagte in seiner Predigt zum Nikolaustag, ein jeder könne Gutes tun, ein jeder so viel, wie es in seinem Ermessen liege. Mit dem Aufruf „Gehet hin und bringt Frieden“ entließ er die Gläubigen.

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