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Auftakt nach Maß: D ie Band „Montack“ aus München eröffnete das Rocker-Zone-Festival am Freitagabend. 

Festival in Geretsried

Open-Air am Pfadfinderheim: Gerockt, bis die Polizei kam

Das Areal rund um das Pfadfinderheim an der B 11 scheint wie geschaffen für kleine Open-Air-Konzerte. Am Wochenende veranstaltete die „Rocker Zone München“ dort ein zweitägiges Open-Air.

Geretsried – „Unser Verein besteht aus Deutschen und Polen, die in München und Umgebung Konzerte veranstalten“, erklärte Organisatorin Evi Rothmeier. In Geretsried fand sie optimale Bedingungen vor. Denn neben dem BDP-Jugendgästehaus ist genug Platz für Zelte, in denen Bandmitglieder und Besucher übernachten konnten. Zudem gibt es keine Anwohner, die sich wegen Ruhestörung beschweren könnten.

Dennoch war die Musik der Münchner Alternative-Rock-Band „Montack“ und der Landshuter Heavy-Metal-Combo „Rushmoon“ am Freitagabend im angrenzenden Stadtteil Stein deutlich zu hören. Eine Polizeistreife mahnte die Veranstalter daraufhin, die Lautstärkeregler etwas runterzudrehen. Einer Aufforderung, der die Organisatoren prompt nachkamen.

Strenge Auflagen wegen Hitze

Auch sonst hielten sie sich streng an die Auflagen. So standen vor der Bühne Plastikeimer mit Wasser bereit, um dort Zigarettenkippen zu entsorgen. „Die Waldbrandgefahr ist enorm hoch, da mussten wir Vorkehrungen treffen“, so Evi Rothmeier. Auch die Lagerfeuerstelle, an der sich einige Fans bis in die frühen Morgenstunden wärmten, war abgesichert. Zudem baute ein Rocker-Zone-Mitglied kurz vor Beginn der Konzerte noch einen Spielplatz für Kinder auf. Essens- und Getränkestände rundeten das familienfreundliche Angebot ab.

Auf der Bühne wurde dagegen kompromisslos gerockt. „Wir spielen hier umsonst, bekommen aber Getränke und Essen“, erklärte Michael Fürbeck. Dem Gitarristen der Münchner Band „Montack“ gefiel vor allem die landschaftliche Umgebung des Auftrittsortes. Andere Gruppen nahmen wesentlich längere Anfahrtswege auf sich. So trafen am Samstag noch Bands aus Polen ein. Die Landshuter Metal-Combo „Rushmoon“ reiste nach ihrem beeindruckenden Auftritt noch zu einem Festival nach Konstanz am Bodensee weiter. „Uns hat es hier viel Spaß gemacht“, zeigte sich der schwergewichtige Sänger Bimbo am Ende begeistert. Den Besuchern dürfte vor allem die Heavy-Metal-Version des Billy-Idol-Klassikers „Rebell Yell“ in Erinnerung geblieben sein.

Nachdem sich die Zahl der Fans beim Auftakt am Freitag noch in überschaubarem Rahmen hielt, füllte sich das Pfadfindergelände am Samstag deutlich schneller. Gegen eine Neuauflage im kommenden Jahr scheint nichts zu sprechen. 

Peter Herrmann

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