Die Opernsängerin Elsa Kodeda.
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Ihr Herz hängt an der Musik und am Singen: Elsa Kodeda. Die Opernsängerin lebt seit 2008 in Deutschland.

Podcast zum Weltfrauentag

Opernsängerin Elsa Kodeda: „Im Leben ist es schön, wenn man sich selbst wohlfühlt und zufrieden ist“

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Sie ist Opernsängerin und seit 2008 in Deutschland zuhause: Elsa Kodeda. Anlässlich des Weltfrauentags spricht sie über ihr Leben und ihre Definition von Feminismus.

Geretsried/Wolfratshausen – Zum Weltfrauentag hat der Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) eine Podcast-Reihe gestartet. Nach den Folgen mit Filiz Siviloglu vom Johanniter Kinderhaus „Zwergenland“ und der Augentierärztin Dr. Gabriele Rogge geht es in der Folge, die ab diesem Montag zu hören ist, um die Opernsängerin Elsa Kodeda.

An der Uni in Russland war sie Deutschlehrerin

Kodeda ist 38 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Russland. Bis zum Alter von 30 Jahren lebte sie dort. „Sie hat in Russland als Deutschlehrerin an der Uni und als Sängerin am Operntheater gearbeitet“, berichtet Hannah Schreyer, die die 38-Jährige für den Podcast interviewt hat. Zuerst studierte die junge Frau Germanistik. Mit 22 Jahren stellte sie aber fest, dass ihr Herz an der Musik und am Singen hängt. Seit 2008 lebt Kodeda in Deutschland. Hier hat sie ihr Familienglück gefunden.

Dass es als Mann im Leben leichter wäre, merkt die Sopranistin an ganz praktischen Dingen: Männer verfügen über mehr physische Kraft. Schreyer: „Auch im Beruf musste sie häufig die Erfahrung machen, dass Männer mehr Bestimmungsrechte hatten und höhere Positionen häufig nur von Männern besetzt wurden.“ In den vergangenen Jahren spürte die Wolfratshauserin mehr Gleichberechtigung. Doch ihrer Meinung nach könnte noch mehr getan werden.

Frauen sollten im Berufsleben und im Allgemeinen die gleichen Rechte haben wie Männer, sie sollten mehr Freiheiten und Möglichkeiten haben, das Leben zu verändern und mit wenig Konflikten zu gestalten.

Elsa Kodeda

Ihre Definition von Feminismus: „Frauen sollten im Berufsleben und im Allgemeinen die gleichen Rechte haben wie Männer, sie sollten mehr Freiheiten und Möglichkeiten haben, das Leben zu verändern und mit wenig Konflikten zu gestalten.“ Sie wünscht sich eine größere Beteiligung des weiblichen Geschlechts. Eine starke Frau zu sein bedeutet für Kodeda, sich wohlzufühlen, sich zu entfalten als Mitglied der Gesellschaft, zu seinen Entscheidungen zu stehen und seine Familie zu unterstützen.

Besonders stolz ist die Russin darauf, das zu tun, was ihr im Leben gefällt: Musik machen, Kinder unterrichten, die Familie unterstützen. Sie möchte in Zukunft gerne mehr Theaterprojekte und Workshops für Kinder durchführen und selbst auch wieder intensiver im Theater arbeiten.

Vorbilder sind ihre Mutter, ihre Tanten und ihr Chorleiterin

Als Vorbild dienten Kodeda vor allem ihre Mutter, ihre Tanten und ihre Chorleiterin in Russland – alles Frauen, die selbstständig waren, ihren Weg gefunden und sich als Persönlichkeiten entfaltet haben. Vor allem zeigten sie viel positive Lebensfreude und liebevolle Zuneigung. Das Glück und die Erfüllung, sich treu zu bleiben und seine Ziele zu verfolgen: Das hat die Russin immer gespürt, bewundert und sich selbst zum Ziel gemacht. Ihr Tipp für Mädchen und Frauen: „Im Leben ist es schön, wenn man sich selbst wohlfühlt und zufrieden ist. Man sollte in seiner Umgebung immer nach Schönem und nach Ausgleichen zum Alltag suchen.“ Der Sinn des Lebens liege oft im Kleinen. „Oft öffnen sich dadurch neue Türen.“

nej

Podcast

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