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Schön locker bleiben: 5,3 Kilometer hatten die Läufer auf einem Rundkurs durch die Stadt zurückzulegen.

Über 2500 Teilnehmer gehen an den Start

10. Oberland-Firmenlauf: "Du packst das"

Geretsried - Über 2500 Teilnehmer gingen am Mittwochabend beim 10. Oberland-Firmenlauf in Geretsried an den Start. Die Gewitterwolken entluden sich zum Glück erst, als alle das Ziel erreicht hatten.

Mittwoch, kurz vor 19 Uhr, auf dem Karl-Lederer-Platz. Nur noch wenige Minuten sind es bis zum Start. Mehr als 2500 Teilnehmer scharren buchstäblich mit den Füßen. Felix Neureuther schaut beeindruckt über die Menge an Sportbegeisterten. „Unglaublich, wie viele Läufer hier mitmachen“, sagt der 32-jährige Skistar. „Solche Events gibt’s sonst nur in Boston, New York und München.“ Dann erteilt er zusammen mit Bürgermeister Michael Müller offiziell das Signal zum Start.

Bilder vom 10. Oberland-Firmenlauf

„Für den Firmenzusammenhalt ist dieses Event eine tolle Sache“

Anders als bei den Marathons steht die sportliche Leistung beim Oberland-Firmenlauf nicht an erster Stelle. „Für den Firmenzusammenhalt ist dieses Event eine tolle Sache“, sagt Janis Melnikovics. Der Wolfratshauser geht für die Firma Greif ins Rennen. Seine Zeit weiß er kurz nach dem Zieleinlauf schon gar nicht mehr. „Das spielt auch überhaupt keine Rolle. Wichtig ist, dass es Spaß gemacht hat.“

Worum es bei der Veranstaltung hauptsächlich geht, zeigen zwei Jugendliche auf der Strecke. Ein Schüler, blonde Haare, hochroter Kopf, keucht vor Anstrengung. „Ich kann nicht mehr“, schnauft er. Sein Nebenmann, ein Schulkamerad, klopft ihm aufmunternd auf die Schulter: „Du packst das.“ Gemeinsam kämpfen sich die beiden unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer bis ins Ziel.

Riesenbeifall für die Läufer der Behinderten-Werkstätten

Tausende Menschen säumen den 5,3 Kilometer langen Rundkurs. Auch die Cheerleader-Gruppe des ESC Geretsried feuert die Läufer an. Lautstark bejubelt werden die Teilnehmer der Oberland-Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Sie winken zurück und liegen sich im Zieleinlauf in den Armen. „Bei diesem Team herrscht immer so eine herzliche Stimmung“, stellt Veranstalter Harald Brändle von cw-running fest. „Die Läufer der Oberland-Werkstätten freuen sich immer riesig über die Aufmerksamkeit und, dass sie mitlaufen dürfen.“ Das Unternehmen erhält den Ehrenpokal „für das besondere Team“.

Der erste, der die Ziellinie überquert, ist ein alter Bekannter: Markus Brennauer vom Team Sport Hapfelmeier, Sieger des Oberland-Firmenlaufs 2014, legt die Strecke in 17:05 Minuten zurück. Die schnellste Frau ist Mikki Heiß, die für das Orthopädische Fachzentrum Weilheim startet. Seit 2012 hat sie jeden Oberland-Firmenlauf gewonnen. Diesmal braucht sie 19:30 Minuten.

Kreativstes Team: Zwei Mannschaften teilen sich den Titel

Bei der Siegerehrung gibt es nicht nur Pokale für die erfolgreichsten Sportler. Auch das kreativste Team wird auf die Radio Alpenwelle-Bühne geholt. Diesmal teilen sich zwei Mannschaften den Preis. Die Champini-Runners, Erzieherinnen aus der gleichnamigen Sport- und Bewegungskita an der Adalbert-Stifter-Straße, sind mit Schnullern, Puppen und Kinderwagen mitgelaufen. Der Kulturverein Isar-Loisach nutzt die Gelegenheit, für das PiPaPo-Festival zu werben. Die Mitglieder flanieren verkleidet als Kaiserin Sissi, König Ludwig II. und anderen historischen Persönlichkeiten durch Gartenberg. Der Preis für die ausdauerndste Schule, also die mit den meisten Teilnehmern, geht an das Gymnasium Geretsried. Das kompakteste Team, das mit den meisten Teilnehmern in Relation zur Schülerzahl, stellen die Mittelschule Königsdorf und die Realschule Geretsried. Das kompakteste Unternehmen kommt aus Königsdorf: Die Firma Stöger Automation kann den Titel, den sie bereits im vergangenen Jahr erhielt, verteidigen.

Dominik Stallein

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