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„Zocken, Gefühl und Taktik“: Ex-Tennisspieler Christopher Hahn hat auf die Trendsportart umgesattelt und wurde Vierter beim Turnier in Geretsried.

Ex-Tennisspieler hat sich eingesetzt

Doppel im Glaskasten: Geretsrieder spielen jetzt Trendsportart Padel-Tennis 

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Christopher Hahn hat in Geretsried eine Spielstätte für die Trendsportart „Padel-Tennis“ aus der Taufe gehoben. Bei einem Turnier mit Nationalspielern überraschte Hahn in eigener Halle mit Rang.

Geretsried – Sie wollten immer schon mal Tennis spielen, aber irgendwie ist die Sportart zu kompliziert für Sie? Die Bälle landen entweder im Aus oder im Netz? Dann gibt es eine Alternative: Das Padel-Tennis, eine Mischung aus Squash und Tennis, die einfach zu erlernen ist. Seit Mai gibt es im Geretsrieder Tennis- und Soccerland zwei eigene Plätze dafür, auf denen am Wochenende sogar ein Weltranglisten-Turnier ausgetragen wurde. Der Geretsrieder Christopher Hahn landete zu seiner eigenen Überraschung auf dem vierten Platz. Bei den Frauen setzten sich die Lokalmatadorinnen durch: Bea Schneider und Yvonne Gotschke aus Wolfratshausen gewannen gegen Ramona Rodde (STC Geretsried) und Valentina Purcarea (Schweiz) mit 6:3 und 7:5.

Padel-Tennis ist auf der einen Seite eine Randsportart und auf der anderen Seite auch wieder nicht so richtig exotisch. Einen Boom gibt es in Spanien, wo die Zahl der Aktiven auf 4,5 Millionen angewachsen ist. Auch in Belgien, Holland, Frankreich und Polen ist die Sportart im Kommen. In München und im Umland hat das Geretsrieder Tennisland dagegen momentan noch eine Monopolstellung. „Deshalb kommen viele Münchner zu uns“, sagt Christopher Hahn, der die Anlage gemeinsam mit seiner Schwägerin Sandra und seinem Bruder Daniel betreibt. Binnen kürzester Zeit zählte der STC Geretsried 35 neue Mitglieder.

Doch was ist eigentlich Padel-Tennis? Gezählt wird wie beim Tennis, es gibt ein Netz, aber der Platz ist kleiner. Der Schläger ist aus Kunststoff, die Schlagfläche hat Löcher, die den Luftwiderstand verringern sollen. Gespielt wird in einem Glaskasten und immer im Doppel. Das Spiel über die Bande ist erlaubt. Ein Ballwechsel ist beendet, wenn der Ball zweimal den Boden berührt, oder wenn er ohne Bodenberührung gegen die Glasscheibe fliegt.

Die Vorteile liegen für Hahn auf der Hand: „Es geht nicht so auf die Knochen wie Squash, und es ist viel armschonender als Tennis. Es ist kein Kraft- und Powerspiel, es geht viel mehr um Zocken, Gefühl und Taktik.“ Reizvoll seien auch die „hammergeilen“ Ballwechsel. Padel-Tennis sei einfach zu erlernen. Hahn: „Selbst wenn vier Anfänger auf dem Platz stehen, gibt es nach 30 Minuten Ballwechsel – anders als beim Tennis.“ Hahn, der früher für den TC Wolfratshausen in der Regionalliga gespielt hat, hat inzwischen komplett auf Padel-Tennis umgesattelt, geht aber noch mit einem „Riesen-Respekt“ vor den Gegnern in jedes Turnier.

Umso erfreuter war er, wie es für ihn beim Turnier auf der heimischen Anlage lief. 16 Männer- und sechs Frauen-Teams nahmen teil. Die 50 Zuschauer peitschten Hahn und seinen Doppelpartner Philipp Schlösser nach vorne. Am Ende besiegten die beiden im Viertelfinale ihre Gegner aus Spanien und der Schweiz in drei Sätzen – immerhin die 250. der Weltrangliste. Im Spiel um Platz drei litt Schlösser jedoch unter Kreislauf-Problemen. Ihm wurde schwarz vor Augen, sodass er aufgeben musste. Bei den Frauen gewannen Bea Schneider und Yvonne Gotschke aus Wolfratshausen gegen Ramona Rodde (STC Geretsried) und Valentina Purcarea (Schweiz) mit 6:3 und 7:5.

Während Hahn von einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Paraguay träumt, ist Vereins-Mitglied Andi Schneider schon einen Schritt weiter: Er ist für die Herren-40-WM nominiert, die in Malaga (Spanien) stattfindet.pr

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