Warnbaken stehen am Karl-Lederer-Platz in Geretsried, im Hintergrund das Rathaus
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Ein Armee von Warnbaken soll dafür sorgen, dass die Aufenthaltsfläche um den Brunnen nicht von parkenden Autos blockiert wird. 

Bürgermeister spricht von „Anarchie pur“

Parken am Karl-Lederer-Platz: Autofahrer missachten Regeln

„Anarchie pur“: Der Geretsrieder Bürgermeister findet klare Worte für den Zustand am Karl-Lederer-Platz. Viele Autofahrer missachten die Regeln.

Geretsried – In einer emotionalen Debatte hatte sich der Stadtrat vergangenes Jahr auf ein Parkraumkonzept für den Karl-Lederer-Platz geeinigt. Es gilt seit dem 1. April. An der Umsetzung hapert es allerdings. Dort herrsche nach wie vor „Anarchie pur“, monierte Bürgermeister Michael Müller in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend.

Eigentlich sollten die zu den neuen Regeln gehörenden Parkscheinautomaten und Markierungen bereits an Ort und Stelle sein. Letztere hätten nach Ostern aufgebracht werden sollen, doch der Wintereinbruch kam in die Quere. Einen neuen Termin für die Arbeiten gibt es noch nicht. „Es ist völlig offen, wie es jetzt mit dem Lockdown ist“, erklärte der Rathauschef. Die Corona-Pandemie sei auch der Grund, warum die Automaten noch nicht geliefert worden seien. Müller hofft, dass sie Mitte/Ende Mai eintreffen. „Es tut mir leid. Aber uns sind in vielen Bereichen die Hände gebunden.“

Parkautomaten stehen noch nicht: Schilder sollen Zeit überbrücken

Schild statt Automat: Gegenüber des Rathauses gibt es nun Kurzzeitparkplätze. 

Das Parkraumkonzept sieht gegenüber des Rathauses, am Martin-Luther-Weg und am Hermann-Löns-Weg Kurzzeitparkplätze (30 Minuten) vor. Um das Rathaus herum dürfen Autos maximal zwei Stunden lang stehen. Dafür wird künftig eine Gebühr von einem Euro pro Stunde fällig. Mangels Automaten ist das Parken derzeit noch kostenlos, die Stadt hat sich mit Schildern beholfen, die zumindest auf die begrenzte Parkzeit hinweisen. Dies sei „nicht optimal“, räumte Müller ein. In der Tiefgarage kostet das Parken seit Anfang April.

Neu sind zudem die Poller an der Tiefgarageneinfahrt. Sie seien zur Verkehrssicherheit notwendig, erklärte der Bürgermeister. Die mobilen Warnbaken auf der Aufenthaltsfläche um den Brunnen seien hingegen nur als Übergangslösung gedacht. Die Fläche soll autofrei bleiben, was sie seit der Umgestaltung allerdings selten war. „Der Geretsrieder ist gewohnt, auf dem Platz zu parken“, monierte Müller. Viele würden das rote Schild mit dem weißen Balken nicht kennen, das blaue mit den spielenden Kindern noch viel weniger. Die kommunale Verkehrsüberwachung gehe bis zu acht Mal über den Platz. „Die schreiben einen auf, und währenddessen parken dahinter wieder zwei weitere.“ Er schlug vor, dass der Stadtrat darüber spricht, wie man grundsätzlich mit der Thematik umgehen wolle.

Noch ein Problem am Karl-Lederer-Platz: Mülleimer sind extrem überfüllt

An ein weiteres Problem erinnerte Volker Reeh (Geretsrieder Liste). Angesichts des To-go-Geschäfts seien die Mülleimer am Platz extrem überfüllt. „Wir müssen mehr aufstellen oder mit den Anbietern sprechen“, so der Wirtschaftsreferent des Stadtrats. Müller plädierte dafür, zunächst das Gespräch zu suchen. Er sei aber froh, dass der Platz gut angenommen werde. „Das Konzept ist aufgegangen. Jetzt feilen wir an den Details.“

sw

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