Blick auf die Stadt Chamalières
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Malerisch: Geretsrieds Partnerstadt Chamalières mit zirka 17 000 Einwohnern liegt in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Neuwahl findet schriftlich statt

Partnerschaftsverein Geretsried-Chamalières: Zeit für neue Ideen

Nach 16 Jahren gibt Gerhard Meinl den Vorsitz des Partnerschaftsvereins ab. Edith Peter stellt sich zur Wahl, die aufgrund der Corona-Pandemie schriftlich stattfinden wird.

Geretsried/Chamalières – Wie viele andere Vereine konnte der Partnerschaftsverein Geretsried-Chamalières seine Mitgliederversammlung im Spätherbst aufgrund der Corona-Pandemie nicht abhalten. Ein für den 22. Januar geplantes Treffen in den Ratsstuben wurde aufgrund der unsicheren Lage ebenfalls abgesagt. Die turnusmäßige Neuwahl der Vorstandschaft wird nun schriftlich stattfinden. Wie berichtet treten der Vorsitzende Gerhard Meinl und sein Stellvertreter Professor Dr. Detlev Ringer nicht mehr an.

Stabwechsel: Gerhard Meinl hört als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins auf, Edith Peter steht als Nachfolgerin zur Verfügung. Die Neuwahl erfolgt schriftlich.

16 Jahre lang stand der frankophile Unternehmer und Dritte Bürgermeister Geretsrieds an der Spitze des Partnerschaftsvereins. „Es wird Zeit für einen Wechsel und für neue Ideen“, findet Gerhard Meinl. Auch Professor Dr. Detlev Ringer möchte gerne Jüngeren Platz machen.

Wie Meinl auf Nachfrage unserer Zeitung verrät, gibt es Kandidaten für die neue Vorstandschaft. Die bisherige Schriftführerin Edith Peter habe sich bereit erklärt, den Verein zu führen. „Sie ist seit vielen Jahren engagiert, spricht gut Französisch und steht in engem Kontakt mit Marie-Christine Béraud, der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees in Chamalières.“ Als Zweiter Vorsitzender bewirbt sich Thomas Schmidt. Neue Schriftführerin soll Vera Kraus werden. Dr. Peter Taubert will Schatzmeister bleiben.

Stabwechsel: Gerhard Meinl hört als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins auf, Edith Peter steht als Nachfolgerin zur Verfügung. Die Neuwahl erfolgt schriftlich.

Die aktuell rund 40 Mitglieder werden per Post angeschrieben und um ihr Votum gebeten. „Natürlich können sich weitere Kandidaten melden oder Vorschläge für Kandidaten gemacht werden“, sagt Meinl. Bis Ende Januar soll das Ergebnis der schriftlichen Wahlen feststehen. Der neue Vorstand wird dann bestimmen, wer dem Partnerschaftskomitee angehören soll. Gesetzt sind der Kulturreferent des Stadtrats und ein Vertreter der Geretsrieder Freundschaftsvereine mit Nickelsdorf und Pusztavám.

Die geplanten Aktivitäten des Partnerschaftsvereins fielen 2020 fast komplett der Pandemie zum Opfer. Im Februar waren noch 56 Geretsrieder Gymnasiasten zum Schüleraustausch in die Auvergne gereist – so viele wie nie. Revanchieren konnten sich die Geretsrieder allerdings nicht mehr. Der Gegenbesuch aus Chamalières wäre im März gewesen – im ersten Lockdown. Ebenso abgesagt werden mussten das Fest der Kulturen im Rahmen des Geretsrieder Stadtjubiläums am 1. Mai sowie gegenseitige Besuche an Pfingsten und zum Geretsrieder Waldsommer.

Zuletzt wurde der Geschenktransport mit Übergabe in Mulhouse im Elsass gestrichen. Meinl weiß jedoch, dass viele Menschen sich privat Weihnachtsgeschenke geschickt haben. Er selbst habe seinem Freund Louis Giscard D’Estaing, Bürgermeister von Chamalières, einen Christstollen und ein Räuchermännchen zukommen lassen. Kontakt habe man zu den Freunden in Frankreich auch via Facebook gehalten, berichtet Meinl: „Die sind da ganz narrisch drauf.“ Unter anderem habe man sich über die unterschiedlichen Arten, mit der Corona-Krise umzugehen, ausgetauscht. Bei den Ausgangsbeschränkungen seien die Franzosen viel strenger gewesen, erzählt Meinl. Kürzlich habe er jedoch Bilder von einer Stadtratssitzung in Chamalières gesehen, in der die Mitglieder recht nah und ohne Maske beieinander gesessen seien. „Ich habe daraufhin ein Foto von unserer November-Sitzung im großen Ratsstubensaal gesendet, wo jeder an seinem Einzeltischchen hockt.“

Was in diesem Jahr an Begegnungen möglich sein wird, ist schwer abzuschätzen. Der Noch-Vorsitzende rechnet frühestens im September mit einem Treffen. Bis dahin muss wohl weiter hauptsächlich über die sozialen Medien kommuniziert werden. tal

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